Temu, die chinesische Online-Plattform für günstige Alltagsprodukte, ist neues Mitglied der International Trademark Association (INTA) und engagiert sich künftig aktiv im Anti-Counterfeiting Committee des Verbands. Ziel ist es, die globale Zusammenarbeit im Bereich Marken- und Produktschutz zu intensivieren.
Die INTA vereint über 6.700 Organisationen mit mehr als 37.000 Markenexperten und Rechteinhabern aus 181 Ländern. Durch die Mitgliedschaft stärkt Temu nicht nur sein Markenprofil, sondern signalisiert auch den Anspruch, einen vertrauenswürdigen und rechtssicheren digitalen Marktplatz zu bieten.
Kooperation gegen Produktpiraterie
„Wir begrüßen Temus Engagement im Rahmen unserer Initiativen gegen Produktfälschungen“, erklärte Alastair Gray, Direktor für Anti-Counterfeiting bei INTA. Insbesondere die Beteiligung an Programmen wie dem jährlichen Anti-Counterfeiting Workshop und dem Zertifizierungsprogramm für Online-Takedowns zeige die Bereitschaft zur Kooperation mit Rechteinhabern und Plattformen.
Bereits im Mai nahm Temu an der INTA-Jahreskonferenz 2025 in San Diego teil. Dort moderierte das Unternehmen eine Diskussionsrunde des Anti-Counterfeiting Committee, bei der Vertreter von Marken, Behörden und Plattformen über neue Technologien und Best Practices im Kampf gegen Fälschungen berieten.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Maßnahmen für mehr Vertrauen
Ein Sprecher von Temu betonte, dass die Mitgliedschaft Ausdruck des langfristigen Engagements für Markenschutz und Kundensicherheit sei. Die Zusammenarbeit mit Branchenakteuren und Interessenvertretern sei zentral, um Fälschungen schneller und effizienter zu entfernen.
Zusätzlich beteiligt sich Temu an den Online-Schulungen der INTA, darunter das Takedown-Zertifizierungsprogramm. Dieses hilft Plattformen und Markeninhabern, Abläufe für Meldungen und Löschungen von Fälschungen besser zu koordinieren.
Seit dem Start im Jahr 2022 hat Temu eigenen Angaben nach mehrfach in IP-Schutz investiert. Dazu zählen ein eigenes Markenportal mit schneller Meldemöglichkeit, ein Algorithmus-basiertes Monitoring rund um die Uhr, ein internes Expertenteam für Durchsetzung sowie verpflichtende Schulungen für Händler. Die Kombination aus Technologie, interner Kontrolle und externer Kooperation soll das Vertrauen in den Marktplatz langfristig stärken.


