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The Platform Group wächst im ersten Halbjahr 2026 profitabel weiter

Logo von The Platform Group
Foto: The Platform Group

Key takeaways

The Platform Group steigert im ersten Halbjahr 2026 Umsatz, operatives Ergebnis und Cashflow deutlich. Das Wachstum stammt überwiegend aus dem bestehenden Geschäft. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen seine Jahresziele und treibt den Abbau der Verschuldung weiter voran.

Lesezeit ca. 2 Minuten

The Platform Group (TPG) hat das erste Halbjahr 2026 mit zweistelligen Wachstumsraten bei Handelsvolumen, Umsatz und operativem Ergebnis abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Entwicklung stand vor allem das organische Wachstum der bestehenden Plattformen, das die Profitabilität und den operativen Cashflow weiter verbesserte.

Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr und kündigte an, den Verschuldungsgrad weiter zu senken.

Organisches Wachstum stärkt das operative Geschäft

Das Bruttowarenvolumen (GMV) stieg im ersten Halbjahr um 20,9 Prozent auf 788,6 Millionen Euro. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 22,7 Prozent auf 421,0 Millionen Euro, während das bereinigte EBITDA um 22,5 Prozent auf 40,8 Millionen Euro zulegte. Das ausgewiesene EBITDA erreichte 45,4 Millionen Euro und markierte ebenso wie das bereinigte operative Ergebnis den höchsten Halbjahreswert der Unternehmensgeschichte.

Das Wachstum wurde überwiegend aus dem bestehenden Geschäft erzielt. Nach Unternehmensangaben lag der Fokus im Berichtszeitraum bewusst auf der operativen Weiterentwicklung der Plattformen sowie der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen.

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Mehr Kunden, höhere Bestellwerte und steigender Cashflow

Die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 6,2 auf 8,4 Millionen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bestellungen auf 6,2 Millionen, während sich der durchschnittliche Bestellwert von 124 auf 129 Euro verbesserte. Auch die Zahl der angeschlossenen Partner wuchs auf 17.683.

Parallel legte der operative Cashflow um 16,3 Prozent auf 26,8 Millionen Euro zu. Die Verbesserung spiegelt nach Angaben des Unternehmens die höhere Profitabilität sowie die Fortschritte beim Effizienzprogramm wider. Der Finanzierungs-Cashflow fiel aufgrund der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten mit minus 11 Millionen Euro negativ aus.

Vier von fünf Geschäftsbereichen wachsen

Positiv entwickelten sich vier der fünf Geschäftssegmente. Besonders stark wuchs der Bereich Consumer Goods, dessen Umsatz um 29,4 Prozent auf 281,1 Millionen Euro anstieg. Auch die Segmente Industrial Goods sowie Pharma & Retail Goods legten zu. Zudem stärkte TPG mit Zukäufen seine Aktivitäten im Bereich Optics & Hearing.

Lediglich das Segment Freight Goods verzeichnete rückläufige Umsätze und Ergebnisse. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs zu verbessern. Nach dem Bilanzstichtag wurde zudem die Übernahme der Vermögenswerte der Cocoli GmbH angekündigt, um die Position im Segment Freight Goods weiter auszubauen.

Schuldenabbau schafft Spielraum für weitere Investitionen

Neben dem operativen Wachstum setzt The Platform Group den Abbau der Finanzverbindlichkeiten fort. Der Verschuldungsgrad soll im zweiten Halbjahr 2026 auf deutlich unter das Zweifache des bereinigten EBITDA sinken. Dadurch will sich das Unternehmen zusätzliche finanzielle Flexibilität für organisches Wachstum und weitere gezielte Übernahmen verschaffen.

CEO Dominik Benner kündigte zudem an, einzelne nicht profitable Beteiligungen zu veräußern und das Portfolio weiter zu optimieren. Akquisitionen bleiben nach Unternehmensangaben ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie.

Prognose für 2026 bestätigt

Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung hält The Platform Group an ihrer Jahresprognose fest. Für 2026 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Bruttowarenvolumen von 1,7 Milliarden Euro, einem Nettoumsatz von 1,0 Milliarde Euro sowie einem bereinigten EBITDA zwischen 70 und 80 Millionen Euro.

Mit der Kombination aus organischem Wachstum, Effizienzsteigerungen und einer selektiven Akquisitionsstrategie sieht sich das Unternehmen gut positioniert, die Profitabilität weiter zu steigern und die internationale Expansion fortzusetzen.

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