Steigende Energiekosten und verschärfte Klimavorgaben setzen den Handel zunehmend unter Druck. toom Baumarkt zeigt, dass sich strategisches Energiemanagement nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich auszahlt. Seit 2015 hat das Unternehmen seinen absoluten Stromverbrauch halbiert und spart dadurch jährlich rund 16,5 Millionen Euro ein.
Insgesamt wurden 68,4 Millionen Kilowattstunden Strom im Vergleich zum Referenzjahr eingespart. Grundlage dieser Entwicklung ist die konsequente Einführung und Weiterentwicklung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001.
Systematische Optimierung aller Energieprozesse
Im Zuge der Zertifizierung wurden sämtliche energiebezogenen Abläufe in den Märkten detailliert analysiert und angepasst. Dazu zählen Beleuchtungssysteme, Lüftungs- und Klimatechnik ebenso wie digitale Steuerungs- und Lastmanagementprozesse. Ziel war es, Energieverbräuche transparent zu machen und systematisch zu senken.
Für toom ist Nachhaltigkeit dabei kein reines Imageinstrument. Vielmehr versteht das Unternehmen Energieeffizienz als strategischen Effizienztreiber mit direktem Einfluss auf die Kostenstruktur. Die deutliche Reduktion des Stromverbrauchs schlägt unmittelbar auf das Ergebnis durch und verschafft dem Händler zusätzliche Investitionsspielräume.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Green Building und Wärmewende im Fokus
Neben dem Stromverbrauch spielt auch die Wärmeversorgung eine zentrale Rolle. Bestehende Ölheizungen werden schrittweise – sofern technisch und vertraglich möglich – durch Fernwärme oder Wärmepumpen ersetzt. Dabei arbeitet toom eng mit Vermietern und Eigentümern zusammen.
Das Thema Green Building ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Bau- und Modernisierungsstrategie. Für Neu- und Umbauten gelten verbindliche Nachhaltigkeitsstandards. Bundesweit betreibt toom inzwischen 19 nach DGNB sowie drei nach BREEAM zertifizierte Standorte. Weitere Märkte befinden sich in Vor- oder Primärzertifizierung.
Umweltmanagement stärkt Widerstandsfähigkeit
Über den Energieverbrauch hinaus erzielt das Unternehmen auch bei anderen Umweltkennzahlen Fortschritte. Seit Einführung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 konnte der Trinkwasserverbrauch um 18 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig reduzierte toom die Abfallmengen um 22 Prozent.
Der ganzheitliche Ansatz zahlt sich aus: Neben sinkenden Betriebskosten steigt die Resilienz gegenüber regulatorischen Anforderungen und Preisentwicklungen auf den Energiemärkten. Damit positioniert sich toom als Beispiel für eine wirtschaftlich tragfähige Nachhaltigkeitsstrategie im großflächigen Einzelhandel.


