Die führenden Fußballvereine der Welt verzeichnen neue Umsatzrekorde. Laut der aktuellen Deloitte Football Money League erwirtschafteten die 20 umsatzstärksten Clubs in der Saison 2024/25 gemeinsam rund 12,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. An der Spitze bleibt Real Madrid mit einem Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro, gefolgt vom FC Barcelona (975 Mio. €) und dem FC Bayern München (861 Mio. €).
Bayern legt zu, VfB zurück in der Top-Liga
Der FC Bayern München verbessert sich um zwei Plätze auf Rang drei. Der Umsatzanstieg von gut 95 Millionen Euro (+12%) geht vor allem auf höhere Medien- und Spieltagerlöse zurück – bedingt durch die Teilnahme an der neuen FIFA Klub-Weltmeisterschaft und das reformierte Champions-League-Format. Borussia Dortmund verliert im Ranking drei Plätze (Rang 12), trotz eines leichten Umsatzplus von rund 18 Millionen Euro (+3%). Ein Grund: sinkende kommerzielle Einnahmen, insbesondere im Merchandising.
Der VfB Stuttgart feiert ein spektakuläres Comeback in die Top 20 – erstmals seit 15 Jahren. Mit einem Anstieg von 79 Prozent erzielt der Verein einen Umsatz von 296,3 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren u.a. die Vizemeisterschaft 2023/24, der DFB-Pokalsieg und die Teilnahme an der Champions League. Auch neue Sponsorenverträge und die Modernisierung der Heimspielstätte, der MHP Arena, trugen zur positiven Entwicklung bei.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Spieltagseinnahmen wachsen am stärksten
Kommerzielle Erlöse bleiben mit 5,3 Milliarden Euro die wichtigste Einnahmequelle der Top-Clubs (43% der Gesamterlöse). Besonders dynamisch entwickelten sich die Spieltagerlöse, die um 16 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zulegten. Dazu beigetragen haben Investitionen in Stadionerlebnisse und Infrastruktur. Die Medienerlöse stiegen um zehn Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, unterstützt durch die neuen Formate internationaler Wettbewerbe. Clubs, die an der erweiterten FIFA Klub-Weltmeisterschaft teilnahmen, konnten ihre Medienerlöse im Schnitt um 17 Prozent steigern.
Frauenfußball wächst – mit Bayern als Vorreiter
Auch im Frauenfußball wurden neue Umsatzhöhen erreicht. Die 15 führenden Frauenteams erwirtschafteten gemeinsam rund 158 Millionen Euro – ein Plus von 35 Prozent. Angeführt wird das Ranking vom FC Arsenal Women (25,6 Mio. €), gefolgt vom FC Chelsea Women (25,4 Mio. €) und dem FC Barcelona Femení (22 Mio. €). Besonders positiv fällt das Ergebnis des FC Bayern auf: Die Münchnerinnen verdoppelten ihren Umsatz auf 7,2 Millionen Euro und sichern sich damit einen Spitzenplatz. Eintracht Frankfurt hingegen verzeichnet einen Rückgang auf 4,7 Millionen Euro, hauptsächlich wegen ausbleibender internationaler Einnahmen.


