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Amazon senkt Gebühren für Händler in Europa ab 2026

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Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon senkt ab Ende 2025 europaweit Verkaufsgebühren für Drittanbieter. Die Anpassungen betreffen unter anderem FBA- und Referral-Gebühren in beliebten Produktkategorien. Während viele Kosten sinken, gibt es in einigen Märkten auch moderate Erhöhungen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon kündigt für das Jahr 2026 eine umfassende Reduzierung seiner Verkaufsgebühren in Europa an. Durchschnittlich sollen Händler künftig 0,15 £ bzw. 0,17 € weniger pro verkauftem Artikel zahlen. Im Zentrum der Anpassung stehen laut Amazon sowohl Fulfilment by Amazon (FBA)-Gebühren als auch die Referral Fees in besonders volumenstarken Kategorien. Die Änderungen gelten ab dem 15. Dezember 2025 bzw. ab dem 1. Februar 2026 und betreffen sämtliche europäischen Marktplätze des Unternehmens.

Entlastung für kleine Händler

Mit der Ankündigung unterstreicht Amazon seinen Anspruch, langfristig als verlässlicher Partner für unabhängige Verkäufer in Europa aufzutreten. Bereits heute stammen rund 60 % der Verkäufe auf Amazon von Drittanbietern, ein Großteil davon von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Allein im letzten Jahr verkauften EU-basierte KMU über 1,3 Milliarden Produkte weltweit über Amazon – ein Wachstumsmotor, der nach Unternehmensangaben etwa 350.000 Jobs in der EU schafft, viele davon in ländlichen Regionen.

Die jüngste Gebührenanpassung ist laut Amazon das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in Effizienz und Technologie. Durch operative Verbesserungen sei es gelungen, die Kosten pro Lieferung zu senken – Einsparungen, die nun an die Händler weitergegeben werden.

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Detaillierte Gebührenänderungen

Im Detail betreffen die Neuerungen folgende Punkte:
Ab dem 15. Dezember 2025 werden die FBA-Versandgebühren für Pakete in den wichtigsten europäischen Märkten – Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien – um durchschnittlich 0,26 £ bzw. 0,32 € gesenkt.

Für Bekleidung und Accessoires sinken die Referral Fees deutlich:

  • Für Artikel bis 15 £/€ reduziert sich die Verkaufsgebühr von 8 % auf 5 %
  • Für Produkte zwischen 15 £/€ und 20 £/€ fällt sie von 15 % auf 10 %

Weitere Anpassungen greifen ab dem 1. Februar 2026:

  • Für Haushaltswaren (neue Kategorie) sinken die Referral Fees von 15 % auf 8 % für Artikel bis 20 £/€
  • Für Tiernahrung und Haustierkleidung sinkt die Gebühr von 15 % auf 5 % bis 10 £/€
  • Für Lebensmittel sowie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel (ebenfalls neu als Kategorie geführt) wird die Verkaufsgebühr bis 10 £/€ von 8 % auf 5 % gesenkt

Gleichzeitig wird das Low-Price-FBA-Programm ausgeweitet. Produkte bis 20 £/€ profitieren künftig von reduzierten Versandkosten mit einem durchschnittlichen Rückgang von 0,40 £ bzw. 0,45 € pro Einheit. Auch die maximalen variablen Gebühren für Werbeaktionen wie Best Deals oder Blitzangebote werden gesenkt. In Großbritannien liegt die neue Obergrenze bei 200 £, in Deutschland bei 300 €, in Frankreich, Italien und Spanien bei 100 €.

Leichte Erhöhungen an anderer Stelle

Trotz der insgesamt gebührensenkenden Richtung gibt es auch moderate Erhöhungen. Diese betreffen vor allem Lagergebühren, Rücksendungen an Verkäufer sowie Liquidationsgebühren. Zusätzlich werden in einigen Märkten wie den Niederlanden, Schweden, Belgien, Irland und Polen die FBA-Versandgebühren angepasst. Insgesamt resultieren diese Änderungen in einem leichten Anstieg von 0,02 £ bzw. 0,02 € pro verkaufter Einheit.

Amazon empfiehlt seinen Partnern, die Auswirkungen mithilfe von Tools wie dem Revenue Calculator, dem Economics Preview Report sowie den neuen Profit Analytics zu analysieren. Die Systeme werden bis Mitte Dezember auf den neuen Stand gebracht.

Mit den angekündigten Maßnahmen folgt Amazon seinem globalen Kurs, die Kostenstruktur weltweit zu vereinheitlichen. Bereits zuvor waren ähnliche Schritte in den USA erfolgt. Im Fokus stehen dabei stets Effizienz, Skalierbarkeit und eine attraktive Plattform für Verkäufer aller Größen.

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