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Victoria’s Secret verteidigt Vorstand gegen Investor Brett Blundy

Victorias Secret Store in New York City
Store in NYC - Foto: WoodysPhotos / depositphotos.com

Key takeaways

Victoria’s Secret verschärft den Konflikt mit Investor Brett Blundy und verteidigt Vorstand sowie Unternehmensstrategie. Der Konzern verweist auf steigende Aktionärsrenditen, operative Fortschritte und den laufenden Turnaround.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das börsennotierte Unternehmen Victoria’s Secret verschärft den Konflikt mit dem aktivistischen Investor Brett Blundy und verteidigt offensiv seine Führungsstrategie sowie den aktuellen Vorstand. Der US-Wäschekonzern veröffentlichte vor der Hauptversammlung am 11. Juni einen offenen Brief an die Aktionärinnen und Aktionäre und fordert darin Unterstützung für sämtliche Vorstandsmitglieder.

Hintergrund ist ein seit Monaten andauernder Machtkampf mit Blundys Investmentgesellschaft BBRC International, die rund 12,9 Prozent an Victoria’s Secret hält. Das Unternehmen wirft dem Investor vor, mit seinem Vorgehen den laufenden Turnaround des Konzerns zu gefährden.

Aktienkurs und operative Entwicklung als Argumente

Victoria’s Secret verweist in seiner Stellungnahme auf deutliche Fortschritte seit dem Amtsantritt von CEO Hillary Super im August 2024. Nach Unternehmensangaben erzielte der Konzern seitdem eine Gesamtrendite für Aktionäre von 152 Prozent und entwickelte sich damit besser als zahlreiche Wettbewerber und Branchenindizes.

Auch operativ sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Im Geschäftsjahr 2025 beschleunigte sich das flächenbereinigte Umsatzwachstum auf fünf Prozent. Zudem habe Victoria’s Secret die eigenen Umsatz- und Ergebnisziele übertroffen.

Der Konzern führt dies auf die neue Unternehmensstrategie „Path to Potential“ zurück. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kernkategorie BHs, die Marke PINK, das Beauty-Geschäft sowie ein modernisierter Marken- und Marketingauftritt.

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Vorstand lehnt Blundy-Kandidatur erneut ab

Nach Angaben von Victoria’s Secret hatte der Vorstand Brett Blundy in den vergangenen vier Jahren mehrfach als mögliches Aufsichtsratsmitglied geprüft. Die Nominierungs- und Governance-Kommission habe seine Kandidatur jedoch letztlich zweimal abgelehnt.

Als Gründe nennt das Unternehmen erhebliche Risiken für Reputation, Governance und mögliche Interessenkonflikte. Zudem verweist der Konzern auf rechtliche Risiken im Zusammenhang mit einer möglichen Ernennung Blundys.

BBRC hatte daraufhin einen sogenannten Proxy Fight gestartet und versucht nun, Einfluss auf die Zusammensetzung des Vorstands zu nehmen. Victoria’s Secret bezeichnet diesen Schritt als „ablenkend“ und „eigennützig“.

Umbau des Unternehmens soll fortgesetzt werden

Victoria’s Secret betont zugleich die Fortschritte beim Umbau des Unternehmens. CEO Hillary Super habe seit ihrem Amtsantritt mehr als die Hälfte des Führungsteams ausgetauscht und neue kreative sowie operative Führungskräfte eingesetzt.

Das Unternehmen sieht dadurch steigende Markenstärke, wachsende Kundenzahlen und Marktanteilsgewinne. Auch Analysten hätten ihre Kursziele für die Aktie deutlich angehoben.

Der Vorstand hebt außerdem hervor, dass 80 Prozent der aktuellen Board-Mitglieder Frauen seien und damit eine enge Verbindung zur überwiegend weiblichen Zielgruppe des Unternehmens bestehe.

Vorstandswechsel und Fokus auf Technologie

Im Zuge des Konflikts kündigte Verwaltungsratsmitglied Mariam Naficy an, bei der kommenden Hauptversammlung nicht erneut für den Vorstand zu kandidieren. Als Grund nennt das Unternehmen die zeitliche Belastung durch den laufenden Aktionärsstreit.

Victoria’s Secret sucht nun gezielt nach einem neuen Vorstandsmitglied mit Kompetenzen in Technologie und künstlicher Intelligenz. Dabei will der Konzern auch Vorschläge von Aktionären berücksichtigen – ausdrücklich auch von BBRC.

Trotz des eskalierenden Machtkampfs betont der Konzern, dass der Fokus weiterhin auf der Umsetzung der Strategie und der langfristigen Wertsteigerung für Aktionäre liege.

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