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Villeroy & Boch startet mit Umsatzrückgang ins Jahr 2026

Gedeckter Tisch von Villeroy & Boch
Foto: Villeroy & Boch

Key takeaways

Villeroy & Boch startet mit rückläufigen Umsätzen, aber wachsendem Auftragsbestand in das Jahr 2026. Geopolitische Spannungen und schwache Baukonjunktur belasten insbesondere den Bereich Bad & Wellness, während E-Commerce und Dining & Lifestyle stabile Impulse liefern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Keramik- und Lifestylekonzern Villeroy & Boch ist mit rückläufigen Umsätzen, aber einem steigenden Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal einen Konzernumsatz von 318,7 Millionen Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 369,1 Millionen Euro.

Belastet wurde die Entwicklung insbesondere durch den Verkauf von Geschäftsbereichen in Nordeuropa, negative Währungseffekte sowie die anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Bereinigt um diese Faktoren fiel der Umsatzrückgang mit 8,3 Prozent jedoch geringer aus.

Auftragsbestand entwickelt sich positiv

Trotz der schwächeren Umsatzentwicklung konnte Villeroy & Boch den Auftragsbestand deutlich steigern. Zum Ende des ersten Quartals lag dieser bei 197,7 Millionen Euro und damit rund 47 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau.

Das operative EBIT erreichte konzernweit 17,2 Millionen Euro. Finanzvorstand Markus Warncke sprach angesichts des schwierigen Umfelds von einem zufriedenstellenden Quartalsergebnis und verwies auf die Stabilität des Geschäftsmodells.

Vor allem die positive Entwicklung im E-Commerce sowie die steigenden Auftragseingänge in beiden Unternehmensbereichen wertet das Unternehmen als Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der Marke.

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Bad & Wellness leidet unter geopolitischen Belastungen

Besonders stark betroffen war der Geschäftsbereich Bad & Wellness. Der Umsatz sank dort um 16,1 Prozent auf 248 Millionen Euro. Bereinigt um die veräußerten Gustavsberg-Gesellschaften lag das Minus bei 9,9 Prozent.

Villeroy & Boch verweist auf mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig. Neben der schwächeren Baukonjunktur wirkten sich insbesondere die Konflikte im Nahen Osten sowie die anhaltende Abkühlung des chinesischen Immobilienmarktes negativ aus.

Regional verzeichnete das Unternehmen sowohl in der EMEA-Region als auch in APAC und Amerika deutliche Umsatzrückgänge. Das operative EBIT des Segments belief sich auf 12,9 Millionen Euro.

Dining & Lifestyle zeigt stabile Entwicklung

Stabiler entwickelte sich der Bereich Dining & Lifestyle. Der Umsatz lag mit 70 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Positiv wirkten sich vor allem das E-Commerce-Geschäft sowie die Entwicklung der eigenen Einzelhandelsgeschäfte aus.

In Deutschland erzielte der Unternehmensbereich ein Umsatzplus von 7,5 Prozent. Unterstützt wurde die Entwicklung zusätzlich durch das Ostergeschäft.

Auch die Profitabilität verbesserte sich leicht. Das operative EBIT des Segments stieg auf 4,3 Millionen Euro.

Unternehmen bestätigt Jahresprognose

Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten hält Villeroy & Boch an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin einen Umsatzrückgang im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich.

Beim operativen EBIT rechnet der Vorstand nun jedoch eher mit einem Ergebnis am unteren Ende der bislang prognostizierten Spanne zwischen 75 und 85 Millionen Euro.

Der Konzern sieht sich dennoch strategisch stabil aufgestellt und setzt weiterhin auf die Stärkung des E-Commerce-Geschäfts sowie eine konsequente internationale Markenpositionierung.

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