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Deutsche Wirtschaft: ifo senkt Wachstumsprognose – kaum Impulse für 2025

Arbeiter auf einer Baustelle
Foto: Yuri Kim / Pexels

Key takeaways

Das ifo Institut rechnet 2025 nur mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Trotz Zoll-Einigung mit den USA bleibt die Belastung spürbar. Wirtschaftspolitische Impulse der Bundesregierung greifen laut Prognose erst ab 2026. Arbeitsmarkt und Inflation entspannen sich ebenfalls nur langsam – mit Rückgängen erst ab dem Folgejahr.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung des ifo Instituts nur schleppend erholen. In seiner aktuellen Prognose rechnet das Institut für das Jahr 2025 lediglich mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Für die Jahre 2026 und 2027 werden Wachstumsraten von 1,3 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent erwartet. Damit korrigieren die Forscher ihre Sommerprognose leicht nach unten – um 0,1 Punkte für das laufende Jahr und um 0,2 Punkte für 2026.

US-Zölle und Unsicherheit bremsen Entwicklung

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt der Zollkonflikt mit den USA. Zwar wurde eine Einigung mit der EU erzielt, doch die tatsächlichen Zollsätze bleiben laut ifo weitgehend unverändert. Lediglich die politische Unsicherheit, die zuvor Investitionen bremste, dürfte langsam abnehmen. ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser betont, dass von der Einigung kurzfristig keine spürbaren Effekte zu erwarten seien.

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Schwache Impulse durch die Wirtschaftspolitik

Auch von Seiten der Bundesregierung sind kurzfristig nur begrenzte Wachstumsimpulse zu erwarten. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden in diesem Jahr lediglich 9 Milliarden Euro an zusätzlicher Nachfrage generieren. Erst ab 2026 wird mit einem deutlichen Anstieg auf 38 Milliarden Euro und 2027 auf 19 Milliarden Euro gerechnet. Entscheidend sei laut Wollmershäuser, dass diese Maßnahmen konsequent umgesetzt werden: Nur dann könne die Finanzpolitik zur wirtschaftlichen Erholung beitragen. Andernfalls drohten weitere Jahre wirtschaftlicher Stagnation.

Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung, eine vorübergehende Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie, reduzierte Netzentgelte, steuerliche Erleichterungen für das Produzierende Gewerbe und eine höhere Pendlerpauschale.

Arbeitsmarkt und Inflation: Entspannung erst ab 2026

Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich laut Prognose zunächst verschlechtern: Die Arbeitslosenzahl steigt 2025 voraussichtlich um 155.000 Personen, die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent. Erst in den Folgejahren wird mit einer Entspannung gerechnet – 2026 auf 6,1 Prozent, 2027 auf 5,4 Prozent.

Bei der Inflation rechnet das ifo Institut mit einem leichten Rückgang auf 2,1 Prozent im Jahr 2026, nach einem Jahresdurchschnitt von 2,2 Prozent im Jahr 2024. Sinkende Energiepreise, begünstigt durch geringere Netzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage, tragen dazu bei. Für 2027 wird jedoch ein erneuter Preisanstieg erwartet – vor allem durch die Anhebung des CO₂-Preises. Die Inflationsrate dürfte dann auf etwa 2,6 Prozent steigen.

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