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Umfrage: Frauen sparen weniger und fühlen sich finanziell stärker belastet

Frau mit mehreren Euro Geldscheinen

Key takeaways

Eine neue Umfrage von Idealo zeigt: Frauen sparen weniger, haben geringere Rücklagen und fühlen sich häufiger finanziell belastet als Männer. Trotz großer Zustimmung zu Gleichstellung bestehen deutliche Unterschiede im Alltag.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Zum diesjährigen Weltfrauentag zeigt eine neue repräsentative Idealo-Umfrage deutliche Unterschiede im finanziellen Verhalten und in der subjektiven Belastung von Frauen und Männern. Frauen sparen seltener hohe Beträge, verfügen im Durchschnitt über weniger Rücklagen und empfinden finanzielle Sorgen im Alltag häufiger. Gleichzeitig halten sich stereotype Rollenbilder hartnäckig, obwohl eine große Mehrheit finanzielle Gleichstellung unterstützt.

Sparverhalten: Frauen legen seltener größere Beträge zurück

Frauen sparen insgesamt weniger als Männer. 19 Prozent der Frauen geben an, unter 100 Euro pro Monat zurückzulegen, bei Männern sind es 13 Prozent. Höhere Sparsummen sind deutlich häufiger männlich geprägt: 14 Prozent der Männer sparen 300 bis 400 Euro monatlich, aber nur 10 Prozent der Frauen. Auch bei Beträgen über 500 Euro besteht eine Differenz (Männer: 19 Prozent, Frauen: 17 Prozent). Zudem hat jede zehnte Frau keinerlei Ersparnisse, während dies nur fünf Prozent der Männer betrifft.

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Vorsorge: Männer fühlen sich besser auf das Alter vorbereitet

Auch bei der Altersvorsorge zeigt sich eine deutliche Lücke. 64 Prozent der Männer fühlen sich gut bis sehr gut auf die Rente vorbereitet, aber nur 49 Prozent der Frauen. Gleichzeitig geben 41 Prozent der Frauen an, schlecht vorbereitet zu sein – ein Wert, der bei Männern mit 31 Prozent deutlich niedriger liegt. Auch das Gesamtvermögen unterscheidet sich: Frauen besitzen häufiger weniger als 1.000 Euro, während Männer deutlich öfter Rücklagen im fünfstelligen Bereich haben.

Alltagsfinanzen: Mehr Sorgen und größere Zurückhaltung beim Konsum

Im Alltag erleben Frauen finanzielle Belastungen häufiger. 46 Prozent berichten über Sorgen rund ums Geld, im Vergleich zu 40 Prozent der Männer. Zudem verspüren Frauen stärker ein schlechtes Gewissen beim Kauf nicht notwendiger Dinge (58 Prozent zu 52 Prozent). Während Männer bewussten Konsum eher genießen, fällt Frauen das „Gönnen“ schwerer. Beim Bezug staatlicher Leistungen zeigt sich ein weiterer Unterschied: 33 Prozent der Frauen erhalten finanzielle Unterstützung wie Arbeitslosen- oder Wohngeld, aber nur 22 Prozent der Männer.

Stereotype: Finanzkompetenz wird weiterhin eher Männern zugeschrieben

Ein zentrales Ergebnis ist die anhaltende Wirkung von Geschlechterklischees. 27 Prozent der Befragten halten Männer für kompetenter im Umgang mit Geld – unter Männern selbst sind es 32 Prozent. Frauen werden deutlich häufiger als vorsichtig charakterisiert, während Männer als risikobereiter gelten. Solche Zuschreibungen beeinflussen das Selbstbild und können finanzielle Entscheidungen langfristig prägen.

Gleichstellung: Hohe Zustimmung, aber unterschiedliche Perspektiven

84 Prozent der Befragten befürworten die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen. Frauen stimmen mit 87 Prozent etwas stärker zu als Männer (80 Prozent). Einigkeit herrscht beim Thema gleicher Lohn für gleiche Arbeit: 86 Prozent unterstützen diese Forderung. Dennoch geben 10 Prozent der Männer an, Männer sollten mehr verdienen – ein Wert, dem nur 3 Prozent der Frauen zustimmen.

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