ANZEIGE

ANZEIGE

Westwing startet Aktien-Rückkaufprogramm über bis zu zehn Millionen Euro

Eingerichtete Wohnung mit Westwing Möbeln und Logo
Foto: Westwing

Key takeaways

➟ Der Münchner Einrichtungshändler plant den Erwerb weiterer eigener Anteilsscheine. Das Programm läuft bis Ende März 2027 und unterliegt festen Preisgrenzen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Münchner Onlinehändler für Möbel und Wohnaccessoires Westwing hat ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von maximal zehn Millionen Euro beschlossen. Wie die Westwing Group SE gestern mitteilte, sollen zwischen dem 12. Oktober 2026 und dem 31. März 2027 bis zu 640.000 eigene Aktien erworben werden.

Das entspricht rund 3,26 Prozent des Grundkapitals. Der Vorstand fasste den Beschluss mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Grundlage ist eine Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 9. Juni 2026.

Aktienkäufe erfolgen über die Börse

Westwing wird die Aktien ausschließlich über den Börsenhandel erwerben. Dabei gelten festgelegte Preisgrenzen: Der Kaufpreis darf höchstens zehn Prozent über beziehungsweise unter dem maßgeblichen Xetra-Eröffnungskurs des jeweiligen Handelstags liegen.

Mit der Durchführung wird ein unabhängiges Kreditinstitut beauftragt. Dieses entscheidet eigenständig über den Zeitpunkt der einzelnen Transaktionen.

Das Programm unterliegt den europäischen Marktmissbrauchsvorschriften und den entsprechenden Safe-Harbour-Regelungen. Westwing will die abgeschlossenen Käufe wöchentlich auf seiner Investor-Relations-Website veröffentlichen.

Das Unternehmen kann die Rückkäufe jederzeit unterbrechen oder vollständig beenden.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Westwing hält bereits 6,73 Prozent eigene Aktien

Zum Zeitpunkt der Mitteilung befinden sich bereits 1.324.161 eigene Aktien im Besitz von Westwing. Das entspricht etwa 6,73 Prozent des aktuellen Grundkapitals.

Sollte das Unternehmen die vorgesehenen 640.000 Aktien vollständig erwerben und seinen bisherigen Bestand unverändert halten, würde sich die Zahl der eigenen Aktien auf 1.964.161 erhöhen. Dies entspräche rund zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals.

Die zurückgekauften Papiere dürfen nach Unternehmensangaben für sämtliche gesetzlich zulässigen Zwecke verwendet werden. Eine konkrete spätere Verwendung hat Westwing bislang nicht genannt.

Wie funktioniert ein Aktienrückkauf?

Bei einem Aktienrückkauf erwirbt eine börsennotierte Gesellschaft eigene Anteilsscheine von Aktionären. Anders als bei einer Dividende wird das eingesetzte Kapital dabei nicht unmittelbar an sämtliche Anteilseigner ausgeschüttet, sondern fließt an diejenigen, die ihre Aktien verkaufen.

Unternehmen können Rückkäufe aus verschiedenen Gründen durchführen. Dazu gehören die Verwendung überschüssiger Liquidität, die Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder die Vorbereitung bestimmter Unternehmenstransaktionen.

Werden zurückgekaufte Aktien später eingezogen, verringert sich die Zahl der ausgegebenen Aktien. Dadurch steigt bei unverändertem Unternehmensgewinn rechnerisch der Gewinn je verbleibender Aktie.

Welche Auswirkungen hat ein Rückkauf auf den Aktienkurs?

Aktienrückkäufe können den Börsenkurs unterstützen, weil das Unternehmen während des Programms als zusätzlicher Käufer auftritt. Zudem können Anleger die Maßnahme als Hinweis auf eine positive Einschätzung der eigenen Unternehmensbewertung interpretieren.

Eine Kurssteigerung ist jedoch keineswegs garantiert. Entscheidend bleiben unter anderem Geschäftsentwicklung, Bewertung, Marktumfeld und die tatsächlich erworbene Aktienmenge.

Auch führt ein Rückkauf nicht automatisch zu einer Verringerung des Grundkapitals. Solange die erworbenen Papiere als eigene Aktien gehalten werden, bleiben sie grundsätzlich bestehen. Die damit verbundenen Mitgliedschaftsrechte ruhen.

Für Westwing bedeutet der Beschluss zunächst einen finanziell und zeitlich begrenzten Rahmen für mögliche Börsenkäufe. Ob das Unternehmen das Programm vollständig ausschöpft und wie die Aktien anschließend verwendet werden, bleibt offen.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored