Mollie übernimmt GoCardless und erweitert sein Angebot zur führenden Zahlungslösung in Europa. Mit der geplanten Übernahme des Bankzahlungsunternehmens baut Mollie seine Marktstellung erheblich aus und bedient künftig über 350.000 Unternehmen mit einer integrierten Plattform für Karten-, Bank- und lokale Zahlungen.
Konsolidierung statt Komplexität
Die Kombination beider Anbieter zielt darauf ab, die fragmentierte Zahlungsinfrastruktur vieler Unternehmen zu vereinfachen. Während große Konzerne ihre europaweiten Zahlungsprozesse bündeln können, profitieren kleine und mittlere Unternehmen von leistungsstarken Tools ohne übermäßige Komplexität. Die Plattform unterstützt neben Kartenzahlungen auch lokale Methoden wie iDEAL, Satispay oder Twint.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Subscription-Modell: Unternehmen können ihren Kunden nun verlässliche Bankzahlungen zusätzlich zu Kartenzahlungen anbieten. Das senkt Transaktionskosten, verringert fehlerhafte Abbuchungen und verbessert den Cashflow – ein entscheidender Vorteil bei wiederkehrenden Einnahmen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Gemeinsamer Wachstumskurs
Auch Softwareanbieter und SaaS-Plattformen sollen profitieren. Sie können künftig das GoCardless-Netzwerk direkt in ihre Anwendungen integrieren und erhalten so Zugang zu einer leistungsfähigen All-in-One-Lösung. Mollie Connect spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die Integration erfolgt schrittweise und unter Beibehaltung des gewohnten Kundensupports. Mollie erweitert das Angebot zusätzlich um Mollie Capital zur Finanzierung, ein fortschrittliches Betrugsmonitoring sowie umfangreiche Analysefunktionen. Damit entwickelt sich das Unternehmen vom Zahlungsdienstleister zur umfassenden Finanzplattform.
Koen Köppen, CEO von Mollie, sieht in der Übernahme einen Meilenstein auf dem Weg zu einer vollständig integrierten Lösung, die Bürokratie abbaut und nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Hiroki Takeuchi, CEO von GoCardless, spricht von einem Gewinn für die gesamte europäische Fintech-Branche.
Die Transaktion soll Mitte 2026 abgeschlossen sein und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.


