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Allianz Trade zu Insolvenzen: Zölle verschärfen weltweite Pleitewelle

Insolvenz auf Englisch
Foto: Markus Winkler / Pixabay

Key takeaways

Die weltweiten Unternehmensinsolvenzen steigen laut Allianz Trade 2025 um 6 % und 2026 um weitere 5 %, getrieben durch Zölle und strukturelle Risiken. In Deutschland könnte sich die Lage 2026 stabilisieren. Erst 2027 erwarten die Experten weltweit eine Trendwende. Besonders Neugründungen im Tech-Bereich gelten als risikobehaftet.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die weltweiten Unternehmensinsolvenzen erreichen zum Jahresende 2025 einen neuen Höchststand – und es ist kein Ende in Sicht. Laut der aktuellen Insolvenzstudie von Allianz Trade steigen die weltweiten Insolvenzen 2025 um 6 % und 2026 um weitere 5 %. Erst 2027 ist mit einer leichten Entspannung zu rechnen. Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss geopolitischer und handelspolitischer Spannungen: Vor allem die Zölle der US-Regierung wirken sich ab 2026 stark auf die Unternehmenslandschaft aus.

Deutschland: Stabilisierung in Sicht

Deutschland ist besonders stark betroffen, könnte aber früher als andere Länder auf den Erholungspfad einschwenken. Für 2025 prognostiziert Allianz Trade einen Anstieg der Insolvenzen um 11 % auf etwa 24.320 Fälle – fast doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt. Für 2026 wird ein deutlich geringerer Zuwachs von 1 % auf dann rund 24.500 Fälle erwartet. 2027 könnte mit einem Rückgang um 4 % die Trendwende einsetzen. Dennoch liegen die Fallzahlen auch dann noch deutlich über dem Vorkrisenniveau.

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Zölle entfalten zeitversetzt Wirkung

Die US-Zölle sollen laut Allianz Trade bis Ende 2025 einen effektiven Satz von 14 % erreichen. Zwar profitieren US-Unternehmen derzeit noch von günstigeren Importen und alternativen Handelsrouten über Drittländer wie Indien oder Vietnam. Doch insbesondere exportorientierte Länder wie Frankreich, Spanien oder Kanada sehen sich steigenden Risiken ausgesetzt. Im schlimmsten Fall drohen dort Tausende zusätzliche Insolvenzen. Deutschland, Großbritannien und Italien bleiben laut Studie vergleichsweise stabil – dank diversifizierter Märkte und soliderer Unternehmensstrukturen.

Globales Umfeld bleibt herausfordernd

Für 2025 erwartet Allianz Trade einen weltweiten Anstieg der Insolvenzen um 6 %, nach bereits 10 % im Vorjahr. Die Daten zeigen Zuwächse in fast allen Regionen – besonders in Westeuropa und Asien. Italien (+38 %) und die Schweiz (+26 %) führen das Negativranking an. Auch 2026 dürfte die Lage angespannt bleiben. Allianz Trade korrigierte seine Prognose von +3 % auf +5 %, was ein Niveau von 24 % über dem Durchschnitt vor der Pandemie bedeutet.

Strukturelle Risiken und Boom bei Neugründungen

Allianz Trade identifiziert drei Hauptursachen für die anhaltend hohe Zahl an Firmenpleiten: schwaches Wirtschaftswachstum, restriktive Finanzierungsbedingungen und strukturelle Herausforderungen durch Branchenwandel. Besonders betroffen sind kapitalintensive Unternehmen und KMU. In Europa und den USA hat die Gründungsdynamik im Technologie- und KI-Sektor zudem das Insolvenzrisiko erhöht. Eine mögliche Korrektur dieses Booms könnte laut Allianz Trade zusätzliche Pleiten auslösen – etwa 4.000 in Deutschland, 4.500 in den USA.

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