Im dritten Quartal 2025 hat adidas seine vorläufigen Zahlen bestätigt und neue Höchstwerte erzielt. Die Marke verzeichnete laut aktuellem Trading Statement ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 12 % auf 6,63 Mrd. €, ein Rekordwert in der Unternehmensgeschichte. Diese Entwicklung spiegelt die starke globale Nachfrage und die breite Wachstumsbasis über Märkte, Kategorien und Vertriebskanäle hinweg wider. Die operative Marge stieg auf 11,1 %, der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 482 Mio. €.
Zweistelliges Wachstum in nahezu allen Bereichen
Ob Schuhe, Bekleidung oder Vertriebskanäle – adidas konnte in fast allen Segmenten zweistellig zulegen. Bei Schuhen legte der Umsatz um 11 % zu, insbesondere durch starke Nachfrage in Running, Fußball und Sportswear. Bekleidung wuchs sogar um 16 %, getragen von erfolgreichen Kollektionen in Originals, Running und US-Sportarten. Auch bei Accessoires blieb die Entwicklung positiv (+1 %).
Im Segment Performance erzielte adidas ein Umsatzplus von 17 %. Besonders hervorzuheben ist die Laufsparte, die dank des Erfolgs der Adizero-Serie um über 30 % zulegte. Auch im Fußballsegment trugen neue Kollektionen und starke Marketingmaßnahmen, unter anderem mit dem Liverpool FC, zum Wachstum bei. In Lifestyle stieg der Umsatz um 10 %, insbesondere durch die Nachfrage nach Produkten der Terrace- und Low-Profile-Linien sowie erfolgreichen Kooperationen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Regional breite Wachstumsbasis
In allen Regionen konnte adidas zulegen. In Europa betrug das Umsatzwachstum 12 %, in China und Nordamerika jeweils 10 % bzw. 8 %. Besonders dynamisch entwickelten sich Lateinamerika (+21 %) sowie die Emerging Markets (+13 %). Auch Japan und Südkorea legten zweistellig zu. Der Direct-to-Consumer-Bereich wuchs weltweit um 14 %.
Erfolgreicher Vertrieb über alle Kanäle hinweg
Sowohl der Großhandel (+10 %) als auch der eigene Einzelhandel (+13 %) und der E-Commerce (+15 %) trugen zum starken Quartal bei. Letzterer profitierte vom Fokus auf Vollpreisangebote und hohe Wachstumsraten im Vorjahr.
Verbesserte Marge trotz widriger Rahmenbedingungen
Trotz ungünstiger Wechselkurseffekte und höherer US-Zölle konnte adidas seine Bruttomarge um 0,5 Prozentpunkte auf 51,8 % steigern. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Produkt- und Frachtkosten sowie ein profitablerer Produktmix. Auch auf der Kostenseite konnte das Unternehmen punkten: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 3 %, gleichzeitig wurde weiter in Marketing investiert. Zu den Highlights gehörten Kampagnen für Superstar und Evo SL sowie neue Partnerschaften, etwa mit dem FC Liverpool und Penn State.
Starkes Gesamtjahr mit positiver Prognose
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz der Marke adidas währungsbereinigt um 14 %, das Betriebsergebnis legte um 48 % auf 1,89 Mrd. € zu. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet das Unternehmen nun ein Betriebsergebnis von rund 2,0 Mrd. € – deutlich mehr als die bisher prognostizierten 1,7 bis 1,8 Mrd. €.
Lageraufbau und Investitionen gut kontrolliert
Die Vorräte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 21 % auf 5,47 Mrd. €, hauptsächlich bedingt durch frühzeitige WM-Einkäufe und eine niedrige Vergleichsbasis. Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen moderat, der Verschuldungsgrad sank auf ein gesundes Niveau von 1,6x EBITDA.
Blick nach vorn: 2026 mit Sporthöhepunkten
Für 2026 zeigt sich CEO Bjørn Gulden optimistisch: Olympische Winterspiele, Fußball-Weltmeisterschaft und weitere Großevents bilden die Basis für weiteres Wachstum. Die klare Fokussierung auf lokale Märkte und globale Markenführung bleibt dabei der strategische Eckpfeiler für nachhaltigen Erfolg.


