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Supply Chain Services: Amazon öffnet Prime-Versand für externe US-Shops

Frau mit Smartphone und Amazon Prime Lieferung
Foto: Amazon

Key takeaways

➟ Amazon erweitert Multichannel Fulfillment um Prime-Lieferung für externe Onlineshops. Gleichzeitig können Händler mit einem neuen Rabattprogramm ihre Fulfillment-Kosten in den ersten sechs Monaten um bis zu 25 Prozent senken.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon baut seine Logistikdienste für externe Händler im Rahmen der im Frühsommer gestarteten Amazon Supply Chain Services aus. Unternehmen in den USA, die Multichannel Fulfillment nutzen, können schnelle und kostenlose Prime-Lieferung künftig direkt auf ihren eigenen Websites anbieten. Zusätzlich führt Amazon ein neues Rabattprogramm ein, das Fulfillment-Kosten in den ersten sechs Monaten um 15 bis 25 Prozent senken kann.

Prime-Badge kommt in den eigenen Onlineshop

Über Multichannel Fulfillment können US-Händler künftig den Prime-Hinweis auf Produktseiten ihrer eigenen Shops anzeigen. Kunden wählen Prime-Lieferung im Checkout, Amazon prüft die Mitgliedschaft und übernimmt anschließend die Auslieferung aus dem Bestand des Händlers im eigenen Logistiknetzwerk.

Für Händler entstehen dabei nach Amazon-Angaben keine zusätzlichen Kosten über die regulären MCF-Gebühren hinaus. Zahlungsabwicklung, Bestellmanagement, Retourenprozesse und bestehende Shop-Richtlinien können unverändert bleiben.

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Amazon meldet hohe Nutzung bei ersten Händlern

Bei frühen Nutzern wurden laut Amazon im Durchschnitt mehr als 40 Prozent der dafür geeigneten Bestellungen mit Prime-Lieferung verschickt. Das Unternehmen verweist zudem auf eine Umfrage, nach der 40 Prozent der Prime-Mitglieder eher erstmals bei einem Shop mit Prime-Logo kaufen würden.

50 Prozent gaben demnach an, eher erneut bei Websites zu bestellen, die Prime-Lieferung anbieten. Amazon nennt außerdem ein Händlerbeispiel, bei dem die Verkäufe nach Aktivierung des Angebots um knapp zehn Prozent gestiegen seien.

Fulfillment-Rabatte von bis zu 25 Prozent

Parallel startet Amazon das MCF Preferred Pricing Program für Händler, die Fulfillment by Amazon nutzen und zugleich über weitere Vertriebskanäle verkaufen.

Das Programm kombiniert niedrigere MCF-Gebühren mit FBA-Gutschriften. In den ersten sechs Monaten sollen Händler dadurch je nach Versandvolumen zwischen 15 und 25 Prozent ihrer Fulfillment-Kosten sparen können. Langfristige Verträge sind nicht erforderlich, die Rabatte werden nach der Anmeldung automatisch berücksichtigt.

Amazon will Logistik über den eigenen Marktplatz hinaus ausbauen

Multichannel Fulfillment ist Teil von Amazon Supply Chain Services und ermöglicht Händlern, Amazon-Infrastruktur auch für Bestellungen außerhalb von Amazon.com zu nutzen. Dazu gehören eigene Onlineshops, andere Marktplätze und Social-Commerce-Kanäle.

Amazon zufolge nutzen bereits Hunderttausende Händler in elf Ländern den Dienst. Verkäufer, die MCF und FBA parallel einsetzen, hätten in den USA ihre Out-of-Stock-Quote im Durchschnitt um 19 Prozent reduziert und den Lagerumschlag um zwölf Prozent verbessert.

Buy with Prime bleibt separates Angebot

Neben der neuen Prime-Lieferoption führt Amazon Buy with Prime weiter. Während MCF-Händler ihre bestehende Checkout-, Kundenservice- und Retourenstruktur behalten können, übernimmt Amazon bei Buy with Prime zusätzlich Teile der Nachkaufabwicklung.

Für Amazon erweitert sich damit die Rolle der eigenen Logistik deutlich über den Marktplatz hinaus. Der Konzern positioniert Prime, Fulfillment und Versand zunehmend als Infrastruktur, die Händler auch auf eigenen Websites und anderen Vertriebskanälen einsetzen können.

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