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Amazon und USPS einigen sich: 80 Prozent des Paketvolumens bleiben

USPS Zusteller mit Amazon Paket
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Key takeaways

Amazon hält an United States Postal Service als Logistikpartner fest. Der neue Deal sichert einen Großteil des Versandvolumens, verdeutlicht jedoch die gegenseitige Abhängigkeit und die weiterhin angespannte Finanzlage der US-Post.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der weltgrößte Einzelhändler Amazon und der United States Postal Service (USPS) haben eine neue Vereinbarung zur Paketzustellung getroffen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Demnach behält die US-Post rund 80 Prozent des bisherigen Versandvolumens von Amazon und kann damit einen drastischeren Einbruch verhindern. Zuvor hatte der Onlinehändler mit einer Reduzierung um bis zu zwei Drittel gedroht, was zu einem kurzzeitigen Abbruch der Verhandlungen führte. Für die wirtschaftlich angeschlagene Postbehörde ist die Einigung von zentraler Bedeutung.

Amazon bleibt wichtigster Kunde

Amazon ist der größte Einzelkunde der USPS und sorgt jährlich für rund 6 Milliarden US-Dollar Umsatz. Insgesamt liefert die Post etwa 1,7 Milliarden Pakete pro Jahr für den Konzern aus. Der nun vereinbarte Rückgang um rund 20 Prozent ist zwar spürbar, liegt jedoch deutlich unter den ursprünglich befürchteten Einschnitten.

Angesichts drohender Liquiditätsprobleme bei der USPS hatte die mögliche Abwanderung von Amazon-Volumen erheblichen Druck aufgebaut.

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Eigene Logistik mit Grenzen

Amazon investiert seit Jahren massiv in den Ausbau eigener Lieferstrukturen und will insbesondere in ländlichen Regionen stärker werden. Dennoch bleibt die Zustellung auf der „letzten Meile“ außerhalb urbaner Zentren komplex und kostenintensiv – ein Bereich, in dem die USPS weiterhin Vorteile hat.

Der neue Vertrag zeigt: Amazon baut seine Unabhängigkeit aus, verzichtet aber vorerst auf eine vollständige Ablösung der staatlichen Infrastruktur.

Finanzielle Lage bleibt angespannt

Trotz der Einigung bleibt die Situation der USPS kritisch. Seit 2007 hat die Behörde Verluste von rund 118 Milliarden US-Dollar angehäuft. Hauptursache ist der massive Rückgang des Briefgeschäfts, das früher besonders profitabel war.

Um gegenzusteuern, plant die USPS unter anderem Preiserhöhungen für Paketdienste sowie steigende Briefmarkenpreise.

Gegenseitige Abhängigkeit bleibt bestehen

Die Vereinbarung unterstreicht die enge Verflechtung beider Partner: Amazon profitiert von der flächendeckenden Infrastruktur, während USPS auf die Einnahmen angewiesen ist. Der Deal verschafft der US-Post kurzfristig Stabilität – löst jedoch nicht die strukturellen Herausforderungen. Für Amazon bleibt die USPS ein zentraler Bestandteil einer hybriden Logistikstrategie.

Ob die Einigung langfristig trägt oder nur eine Übergangslösung ist, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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