ANZEIGE

ANZEIGE

Deutschlands Arbeitsmarkt wird weniger vom China-Geschäft getragen

Illustrierter Geschaeftsmann mit China Flagge
Foto: Pixabay

Key takeaways

Eine IW-Analyse zeigt: Die Zahl der Jobs in Deutschland, die vom Export nach China abhängen, ist seit 2021 um rund 40 Prozent gesunken. Trotzdem bleibt China wichtigster Handelsparner - noch vor den USA.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Abhängigkeit des deutschen Arbeitsmarkts vom China-Geschäft nimmt deutlich ab. Laut einer neuen Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Zahl der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Export nach China leben, seit 2021 um rund 40 Prozent gesunken. Während auf dem Höhepunkt des Exportbooms noch rund 1,1 Millionen Stellen mit dem Endverbrauch in China verbunden waren, verliert der Markt zunehmend an Bedeutung.

China-Exporte verlieren an Gewicht

Auch gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) spielt China eine immer geringere Rolle. Seit 2021 ist der Anteil der Ausfuhren nach China am BIP um gut 40 Prozent gefallen – trotz des weiterhin hohen Überschuss nach China. Da sich die Arbeitsproduktivität in diesem Zeitraum kaum verändert hat, lässt sich ableiten, dass auch der Anteil der vom China-Geschäft abhängigen Jobs in ähnlichem Tempo zurückgegangen ist. Für 2025 erwartet das IW nur noch rund 700.000 Stellen, die mit dem Endverbrauch in China verknüpft sind – ein Minus von etwa 400.000 Arbeitsplätzen im Vergleich zu 2021.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

IW fordert Neubewertung der Handelsstrategie

Die Autoren der Studie betonen, dass China selbst in Spitzenzeiten kein zentraler Beschäftigungstreiber für Deutschland war. Nun verschärfen politische und wirtschaftliche Entwicklungen die Lage zusätzlich. IW-Außenhandelsexperte Jürgen Matthes kritisiert unfaire Wettbewerbspraktiken wie Subventionen, eine unterbewertete Währung und Marktzugangsbarrieren. Gleichzeitig baue China seine Autarkiebestrebungen aus und erhöhe den Druck auf deutsche Unternehmen, stärker im Land selbst zu produzieren anstatt Waren zu exportieren.

Vor diesem Hintergrund begrüßt das IW, dass die Europäische Kommission den Marktzugang chinesischer Anbieter kritisch prüft. Angesichts verzerrter Wettbewerbsbedingungen und sinkender Exportopportunitäten sei eine Anpassung der europäischen Handelsstrategie aus Sicht der Forscher folgerichtig.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored