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Umfrage: Jeder Siebte verliert den Überblick beim BNPL-Shopping

Frau mit Kreditkarte und Laptop beim Online Shopping
Foto: Kaboompics.com / Pexels

Key takeaways

Eine BaFin-Umfrage zeigt: Jeder Siebte verliert bei Buy-now-pay-later-Käufen den Überblick über seine Rechnungen. Besonders junge Nutzer sind betroffen. Oft führt die Bezahlmethode zu Mahngebühren, Schulden oder Rückgriff auf Kredite. Die EU reagiert mit neuen Verbraucherschutzregeln.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Jetzt kaufen, später zahlen – sogenannte BNPL-Dienste wie Klarna oder PayPal erfreuen sich beim Online-Shopping wachsender Beliebtheit. Doch die Zahlungsmethode birgt Risiken, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der BaFin zeigt. Besonders jüngere Verbraucher geraten dabei leicht in finanzielle Schwierigkeiten.

Jüngere Nutzer besonders betroffen

Laut der repräsentativen Befragung von rund 4.900 Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren nutzen etwa 20 Prozent der Verbraucher BNPL-Dienste wie Rechnungskauf, Monatsrechnung oder Ratenzahlung. Auffällig: Jeder siebte BNPL-Nutzer verlor bereits den Überblick über offene Zahlungen – bei den Unter-Dreißigjährigen war es fast jeder Vierte. Knapp 30 Prozent dieser Altersgruppe tätigen häufig Rechnungskäufe, 17 Prozent nutzen regelmäßig Ratenzahlungen.

Am häufigsten wird mit BNPL Kleidung (55 %) oder Elektronik (43 %) gekauft. Die Nutzung über Mobilgeräte ist mit 58 Prozent ebenso stark verbreitet. Die Gründe für BNPL variieren: Während Bequemlichkeit für rund die Hälfte ausschlaggebend ist, nutzt ein Drittel die Methode, um trotz fehlender Mittel einkaufen zu können.

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Schulden, Mahngebühren und finanzielle Engpässe

Rund 24 Prozent der Nutzer gaben an, durch BNPL mehr Geld ausgegeben zu haben als ursprünglich geplant. Ein Viertel musste bereits Mahngebühren zahlen, 21 Prozent gerieten mit mindestens einer Rate in Verzug. Besonders betroffen: die Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen.

Fünf Prozent der Befragten wiesen monatliche BNPL-Ausgaben von über 500 Euro auf, bei vier Prozent beliefen sich die Schulden sogar auf mehr als 1.000 Euro. 57 Prozent der Nutzer verlängerten Zahlungsziele oder wandelten Käufe in Ratenzahlungen um, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Ein Teil der Befragten wich auf Überziehungen, Kreditkarten oder Kredite aus, andere baten Familie, Freunde oder Arbeitgeber um Unterstützung. Drei Prozent kontaktierten wegen BNPL-Problemen sogar bereits eine Schuldnerberatung.

Gesetzesinitiative für mehr Verbraucherschutz

Als Reaktion auf die wachsenden Risiken soll im Zuge der Widerrufsbutton-Lösung auch das EU-Verbraucherkreditrecht überarbeitet. Künftig sollen auch unentgeltliche und kurzfristige Kredite sowie Darlehen unter 200 Euro – darunter fällt auch BNPL – reguliert werden. Das entsprechende deutsche Umsetzungsgesetz soll ab dem 20. November 2026 gelten.

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