Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland lebt in einer Familie. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 lag der Anteil bei 49 Prozent und damit auf einem ähnlichen Niveau wie 2015. Mitte der 1990er-Jahre war der Wert noch deutlich höher: 1996 lebten 57 Prozent der Bevölkerung als Elternteil oder Kind in einer Familie.
Parallel ist der Anteil der Alleinstehenden gestiegen. 2025 lebten 23 Prozent der Bevölkerung allein, nach 17 Prozent im Jahr 1996. Weitere 28 Prozent lebten in Partnerschaften ohne Kinder im Haushalt.
Zuwanderung stabilisiert den Familienanteil
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hängt der langfristige Rückgang des Familienanteils vor allem mit der Alterung geburtenstarker Jahrgänge zusammen. Seit 2015 wirkt die Zuwanderung dieser Entwicklung teilweise entgegen, weil Eingewanderte und ihre Nachkommen im Durchschnitt jünger sind und häufiger in Familien leben.
2025 lebten 60 Prozent der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Familien. Bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil bei 43 Prozent. Gleichzeitig war der Anteil von Paaren ohne Kinder bei Personen mit Einwanderungsgeschichte deutlich niedriger.
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Familienformen haben sich deutlich verändert
Auch innerhalb der Familienstruktur hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten viel verändert. 1996 waren noch 78 Prozent der Familien Ehepaare mit Kindern, 2025 lag ihr Anteil nur noch bei 66 Prozent.
Gleichzeitig stieg der Anteil Alleinerziehender von 18 auf 24 Prozent. Nichteheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern legten im gleichen Zeitraum von vier auf zehn Prozent zu. Besonders in Westdeutschland haben sich damit nicht-eheliche Familienformen stärker verbreitet.
Zahl der Kinder bleibt vergleichsweise stabil
Bei der Zahl der Kinder im Haushalt zeigt sich dagegen ein vergleichsweise konstantes Bild. 2025 lebte die Hälfte aller Familien mit einem Kind zusammen. In 37 Prozent der Familien lebten zwei Kinder, in 13 Prozent drei oder mehr.
1996 lagen die entsprechenden Werte bei 51, 37 und zwölf Prozent. Familien mit Einwanderungsgeschichte sind dabei häufiger kinderreich: In 21 Prozent dieser Familien lebten drei oder mehr Kinder, bei Familien ohne Einwanderungsgeschichte waren es zehn Prozent.
Einwanderungsgeschichte prägt Familienstruktur stärker
Der Anteil der Familien mit Einwanderungsgeschichte ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen. 2005 lag er bei 17 Prozent, 2025 bereits bei 31 Prozent.
Im Gegenzug sank der Anteil der Familien ohne Einwanderungsgeschichte von 77 auf 61 Prozent. Familien mit einseitiger Einwanderungsgeschichte nahmen ebenfalls zu, allerdings weniger stark: Ihr Anteil stieg von sechs auf neun Prozent.


