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EHI: Händler setzen im Marketing auf Apps, KI und neue Wachstumskanäle

RETAIL visualisiert als digitale Touchscreen
Foto: Pixabay

Key takeaways

➟ Handelsmarketing wird digitaler und KI-getriebener. Händler setzen auf Automatisierung und Effizienz, fürchten zugleich aber austauschbare Kommunikation und einen Verlust an Markenprofil.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Apps, E-Mail-Marketing und der eigene Webauftritt bleiben zentrale Säulen des Handelsmarketings. Gleichzeitig gewinnen neue digitale Kanäle und künstliche Intelligenz an Bedeutung. Der „EHI Marketing Insights Report 2026“ zeigt, dass Händler vor allem Effizienz, Automatisierung und Kostenvorteile mit KI verbinden, zugleich aber Risiken für Markenidentität und Qualität sehen.

Eigene Apps bleiben ein Schlüsselkanal

Die unternehmenseigene App gehört nach Einschätzung der befragten Marketingverantwortlichen sowohl heute als auch perspektivisch zu den besonders wichtigen Kanälen. Gleiches gilt für E-Mail-Marketing, die eigene Website, Instagram und Instore-Werbung.

Diese Kanäle bilden damit den Kern des aktuellen Marketingmixes vieler Handelsunternehmen. Das EHI empfiehlt Händlern zugleich, bestehende Kanäle regelmäßig auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und neue Wachstumsmöglichkeiten gezielt auszubauen.

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TikTok, YouTube und GEO gewinnen an Relevanz

Mehr Bedeutung erwarten die Befragten künftig unter anderem für TikTok, YouTube, digitale Prospekte und Generative Engine Optimization, kurz GEO. Diese Kanäle spielen heute teilweise noch eine geringere Rolle, werden perspektivisch jedoch deutlich stärker eingeschätzt.

Print-Handzettel gelten dagegen aktuell noch als leistungsstarker Kanal, dürften nach Ansicht der Befragten künftig aber an Bedeutung verlieren. Kundenmagazine, Direct Mailings, Facebook, Audio und Außenwerbung werden eher als ergänzende Instrumente gesehen.

Generative KI ist vor allem in der Content-Produktion angekommen

Am stärksten etabliert ist KI bislang bei der Erstellung von Inhalten. 43,8 Prozent der Befragten bewerten den Einsatz generativer KI in der Content-Produktion als hoch oder sehr hoch.

Andere Anwendungsfelder bleiben deutlich zurück. Für Kundeninteraktion und Kundenservice liegt der entsprechende Wert bei 29,2 Prozent, für Personalisierung und Angebotssteuerung bei 21,3 Prozent. Marketingplanung und Predictive Analytics kommen jeweils auf 16,7 Prozent.

Effizienz und Kostenvorteile stehen im Vordergrund

Als wichtigste Chance von KI nennen die Marketingverantwortlichen Effizienz, Automatisierung und Kostenvorteile. 62,5 Prozent der entsprechenden Nennungen entfallen auf diesen Bereich.

Auch datenbasierte Analysen werden positiv bewertet: 37,5 Prozent sehen Vorteile durch bessere Auswertungen und eine stärkere Unterstützung bei Entscheidungen. Damit richtet sich die Erwartung an KI nicht nur auf Content-Erstellung, sondern zunehmend auch auf operative und analytische Prozesse.

Sorge vor austauschbarer Markenkommunikation

Der wachsende KI-Einsatz bringt aus Sicht der Befragten zugleich Risiken mit sich. 45,2 Prozent der Antworten thematisieren die Gefahr einer austauschbaren Kommunikation oder einer geschwächten Markeneigenständigkeit.

Für eine breitere Nutzung von KI gewinnen deshalb klare Qualitätsstandards, eindeutige Verantwortlichkeiten für die Marke und strukturierte Freigabeprozesse an Bedeutung. Der Report macht damit deutlich, dass technologische Effizienz im Handelsmarketing zunehmend mit Fragen der Markenführung verbunden ist.

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