Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder treibt den Umbau seines Geschäfts weiter voran und erhöht die Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm deutlich. Das Unternehmen veranschlagt laut einem SEC-Filing nun rund 1,75 Milliarden US-Dollar für die Maßnahmen, was einem Anstieg gegenüber den bisherigen Planungen entspricht. Hintergrund sind zusätzliche Initiativen, insbesondere im Zusammenhang mit Personalabbau und organisatorischen Veränderungen.
Ausbau des Restrukturierungsprogramms
Das Programm ist Teil eines umfassenden Plans zur Wiederherstellung der Profitabilität und wurde bereits 2023 gestartet. Ursprünglich lag der finanzielle Rahmen deutlich niedriger, wurde jedoch im Zuge weiterer Maßnahmen mehrfach nach oben angepasst. Mit der jüngsten Erhöhung reagiert das Unternehmen auf neue Initiativen und die Ausweitung bestehender Maßnahmen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Fokus auf Effizienz und Struktur
Ziel des Programms ist eine grundlegende Neuausrichtung zentraler Unternehmensbereiche. Dazu zählen die Straffung von Organisationsstrukturen, die Vereinfachung von Prozessen sowie die stärkere Nutzung externer Dienstleistungen. Gleichzeitig wird das Vertriebsmodell überarbeitet, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und die operative Effizienz zu steigern.
Digitalisierung und Organisationsumbau
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der digitalen Infrastruktur. Estée Lauder investiert in den Ausbau seiner Direct-to-Consumer-Technologien, um ein stärker integriertes Omnichannel-Erlebnis zu schaffen. Parallel dazu wird die interne IT-Organisation verschlankt, was ebenfalls zu weiteren Kosteneffekten führt.
Personalabbau und Standortanpassungen
Ein bedeutender Teil der Kosten entfällt auf Personalmaßnahmen. Im Zuge der Restrukturierung werden Stellen abgebaut und Unternehmensbereiche neu organisiert. Darüber hinaus gehören auch Anpassungen im Immobilienbereich, wie die Aufgabe einzelner Bürostandorte, zu den geplanten Maßnahmen.





