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Estée Lauder baut bis zu 10.000 Stellen ab – Milliardenumbau für mehr Effizienz

Beauty Corner von Estee Lauder
Foto: DenisMArt / depositphotos.com

Key takeaways

Mit einem milliardenschweren Umbauprogramm treibt Estée Lauder den Stellenabbau voran. Trotz eines soliden Quartals sollen bis zu 10.000 Jobs wegfallen - der Löwenanteil davon im klassischen Einzelhandel.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder verschärft seinen Umbau deutlich und weitet den geplanten Stellenabbau massiv aus. Wie das Unternehmen im Rahmen der Quartalszahlen mitteilt, sollen im Zuge des Transformationsprogramms weltweit zwischen 9.000 und 10.000 Arbeitsplätze wegfallen – deutlich mehr als die ursprünglich vorgesehenen 5.800 bis 7.000 Stellen. Der Konzern reagiert damit auf veränderte Marktbedingungen und setzt verstärkt auf profitablere Wachstumsfelder.

Milliardenprogramm zur Neuausrichtung

Der Stellenabbau ist Teil des umfassenden „Profit Recovery and Growth Plan“ (PRGP), mit dem Estée Lauder seine operative Struktur grundlegend umbauen will. Ziel ist es, bis zum Geschäftsjahr 2027 die Profitabilität nachhaltig zu steigern und wieder ein zweistelliges operatives Ergebnis zu erreichen. Gleichzeitig soll das Unternehmen ab 2026 wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zurückkehren.

Für die Umsetzung des Programms kalkuliert der Konzern inzwischen mit Restrukturierungskosten von insgesamt 1,5 bis 1,7 Milliarden US-Dollar vor Steuern. Ein Großteil dieser Belastungen entfällt auf Personalmaßnahmen, hinzu kommen Kosten für Vertragsauflösungen und Anpassungen im Filialnetz. Bereits bis März 2026 wurden rund 1,1 Milliarden Dollar an entsprechenden Aufwendungen verbucht.

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Stationärer Handel besonders betroffen

Der größte Teil der zusätzlichen Stellenkürzungen betrifft den klassischen Einzelhandel. Mehr als 70 Prozent der neu identifizierten Einsparungen entfallen auf Verkaufs- und Demonstrationsrollen an weniger profitablen Standorten, insbesondere in Warenhäusern und eigenen Shops. Estée Lauder reduziert gezielt seine Präsenz an schwächeren Verkaufsstellen und passt seine Vertriebsstruktur an veränderte Konsumgewohnheiten an.

Gleichzeitig berücksichtigt der Nettoabbau auch interne Umschulungen und Versetzungen. Ein Teil der Beschäftigten soll in andere Bereiche überführt werden, insbesondere in wachstumsstarke Segmente.

Fokus auf Effizienz und neue Vertriebsmodelle

Das Restrukturierungsprogramm umfasst weit mehr als Personalmaßnahmen. Der Konzern plant eine umfassende Vereinfachung von Prozessen, eine Neuorganisation zentraler Geschäftsbereiche sowie die Auslagerung ausgewählter Dienstleistungen. Zudem wird das Vertriebsmodell weiterentwickelt, um stärker auf digitale Kanäle und leistungsfähige Partner zu setzen.

Ziel ist es, die Kostenbasis dauerhaft zu senken, gleichzeitig aber gezielt in kundennahen Bereichen zu investieren. Die erwarteten jährlichen Einsparungen wurden auf 1,0 bis 1,2 Milliarden Dollar erhöht. Diese Mittel sollen unter anderem in Marketing, Innovationen und wachstumsstarke Märkte reinvestiert werden.

Strategischer Umbau trotz besserer Zahlen

Bemerkenswert ist, dass der Konzern den Umbau in einer Phase vergleichsweise stabiler Geschäftsentwicklung vorantreibt. Nach einem starken dritten Quartal hat Estée Lauder seine Prognosen angehoben. Der verschärfte Sparkurs ist somit weniger eine Reaktion auf akute Probleme als vielmehr Teil einer langfristigen Strategie.

Analysten sehen im erweiterten Stellenabbau einen konsequenten Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Angesichts steigender Kosten, veränderter Konsumgewohnheiten und wachsender Bedeutung digitaler Vertriebskanäle richtet sich das Unternehmen neu aus.

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