Der Fischkonsum in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Fisch-Informationszentrums verzehrten die Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 13,9 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte pro Kopf und damit 13 Prozent mehr als 2024.
Der Zuwachs umfasst sowohl den Konsum zu Hause als auch den Außer-Haus-Verzehr. Gleichzeitig blieb der Einkauf privater Haushalte mit durchschnittlich 5,1 Kilogramm Produktgewicht pro Kopf leicht unter dem Vorjahresniveau von 5,4 Kilogramm. Damit deutet sich an, dass vor allem der Verzehr außerhalb der eigenen vier Wände an Bedeutung gewonnen hat.
Lachs bleibt die beliebteste Fischart
Bei den bevorzugten Arten führt Lachs mit einem Anteil von 19,2 Prozent. Dahinter folgen Alaska-Seelachs mit 18,5 Prozent und Thunfisch mit 13,9 Prozent. Hering kommt auf 9,7 Prozent, Garnelen auf 9,3 Prozent.
Die Rangfolge spiegelt zugleich typische Produktformen wider. Lachs und Alaska-Seelachs spielen im Tiefkühlsegment eine große Rolle, Thunfisch dominiert bei Konserven, während Hering häufig in marinierten Produkten und Feinkostangeboten zu finden ist.
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Discounter bleiben wichtigster Vertriebskanal
Der klassische Lebensmitteleinzelhandel dominiert weiterhin den privaten Fischeinkauf. Insgesamt entfallen 89 Prozent der gekauften Menge auf Discounter, Vollsortimenter und SB-Warenhäuser.
Besonders stark sind die Discounter mit einem Mengenanteil von 49 Prozent. Vollsortimenter erreichen 26 Prozent, SB-Warenhäuser 14 Prozent. Der Fischfachhandel kommt mengenmäßig auf vier Prozent und setzt stärker auf Beratung, Frische, Auswahl und besondere Qualitäten.
Preise steigen langsamer als bei Lebensmitteln insgesamt
Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte haben sich in den vergangenen Jahren verteuert, allerdings schwächer als Lebensmittel insgesamt. Der Fischpreisindex lag 2025 bei 130,2 Punkten auf Basis des Jahres 2020, während der allgemeine Lebensmittelindex 135,9 Punkte erreichte.
Auch im ersten Halbjahr 2026 blieb dieser Abstand bestehen. Der Fischpreisindex stieg auf 133,3 Punkte, der Lebensmittelindex auf 137,7 Punkte. Damit gehört Fisch nach den vorliegenden Daten nicht zu den stärksten Preistreibern im Lebensmittelbereich.
Nord-Süd-Gefälle bleibt deutlich
Regional zeigen sich weiterhin große Unterschiede beim Fischkonsum. Haushalte in Bremen und Hamburg lagen 21,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, während das Saarland 22,6 Prozent darunter und damit am unteren Ende des Vergleichs lag.
Die Marktdaten zeigen damit ein differenziertes Bild: Der Gesamtkonsum steigt, der Einkauf privater Haushalte bleibt hingegen nahezu stabil beziehungsweise leicht rückläufig. Zugleich gewinnen alltägliche Vertriebskanäle an Bedeutung, während Preisentwicklung und regionale Vorlieben den Markt weiterhin unterschiedlich prägen.





