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GameStop steigert Gewinn trotz kräftigem Umsatzrückgang

GameStop Filiale in einer Mall in den USA
Foto: jetcityimage2 / depositphotos.com

Key takeaways

Trotz sinkender Erlöse verbessert der Videospielehändler seine Profitabilität erheblich. Wertpapiergeschäfte treiben den Quartalsgewinn zusätzlich, während GameStop den milliardenschweren Wandelanleihetausch neu strukturiert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

GameStop rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einem deutlichen Ergebnisanstieg, obwohl der Umsatz erheblich unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen erwartet der US-Videospielehändler für die 13 Wochen bis zum 1. August einen Nettoumsatz zwischen 780 und 800 Millionen US-Dollar. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 972,2 Millionen Dollar.

Als Gründe für den Rückgang nennt GameStop unter anderem den Basiseffekt durch die Einführung der Nintendo Switch 2 im Vorjahreszeitraum, geplante Filialschließungen sowie den Verkauf des Frankreich-Geschäfts. Gleichzeitig soll sich die operative Profitabilität deutlich verbessert haben.

Operativer Gewinn steigt kräftig

Das operative Ergebnis dürfte nach Unternehmensangaben zwischen 150 und 170 Millionen Dollar liegen. Ein Jahr zuvor hatte GameStop einen operativen Gewinn von 66,4 Millionen Dollar erzielt.

Beim Nettogewinn erwartet der Konzern eine Spanne von 290 bis 310 Millionen Dollar nach 168,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Einen erheblichen Beitrag dazu leisten allerdings Wertpapiergeschäfte: Rund 238 Millionen Dollar Nettogewinn stammen aus der bisherigen eBay-Derivatposition und der daraus hervorgegangenen direkten Beteiligung.

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Milliardenposition in eBay-Aktien

GameStop wandelte nach der gescheiterten eBay-Übernahme die zuvor gehaltene Derivatposition während des Quartals in eine direkte Beteiligung an eBay um. Zum 1. August hielt das Unternehmen rund 43,4 Millionen eBay-Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von etwa 4,947 Milliarden Dollar.

Dem positiven Effekt aus dem eBay-Investment stand ein Verlust von rund 75 Millionen Dollar aus digitalen Vermögenswerten und damit verbundenen Forderungen gegenüber. Die liquiden Mittel einschließlich marktfähiger Wertpapiere sollen zum Quartalsende zwischen 5,05 und 5,07 Milliarden Dollar gelegen haben, nachdem ein Jahr zuvor noch 8,694 Milliarden Dollar ausgewiesen worden waren.

Anleihetausch wird teilweise bar abgewickelt

Parallel zu den vorläufigen Geschäftszahlen hat GameStop die Bedingungen eines bereits angekündigten Tauschs von Wandelanleihen geändert. Dabei sollen Anleihen mit einem Gesamtnennwert von rund 1,4 Milliarden Dollar eingezogen werden.

Ursprünglich sollte die Gegenleistung vollständig aus GameStop-Aktien bestehen und teilweise anhand eines volumengewichteten Durchschnittskurses während eines 35 Handelstage umfassenden Referenzzeitraums ermittelt werden. Diesen Zeitraum hat das Unternehmen nun vorzeitig beendet und die verbleibende Gegenleistung auf eine Barzahlung umgestellt.

Aktionäre werden nicht zusätzlich verwässert

Die beteiligten Anleihegläubiger sollen insgesamt rund 55,5 Millionen GameStop-Aktien erhalten, die etwa 73 Prozent der Gegenleistung entsprechen. Weitere rund 358,4 Millionen Dollar beziehungsweise 27 Prozent will der Händler aus vorhandenen Barmitteln bezahlen.

Damit steht zugleich die maximale Zahl der im Rahmen des Tauschs auszugebenden Aktien fest. Nach Abschluss der Transaktion sollen noch Wandelanleihen mit einem Nennwert von rund 1,1 Milliarden Dollar und Laufzeit bis 2030 sowie etwa 1,7 Milliarden Dollar mit Laufzeit bis 2032 ausstehen. Die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal will GameStop am 8. September 2026 veröffentlichen.

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