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Gartner-Studie: CFOs müssen KI-Investitionen neu bewerten

Symbolik zu AI neben Mann mit Laptop
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Gartner warnt: CFOs bewerten KI-Investitionen oft falsch. Statt eines einheitlichen ROI-Ansatzes sollten Unternehmen KI als Portfolio unterschiedlicher Projekte betrachten. Neben finanziellen Kennzahlen gewinnen auch qualitative Effekte an Bedeutung. Nur so lässt sich der tatsächliche Wert von KI langfristig erfassen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Unternehmen stehen vor einer grundlegenden Herausforderung bei der Bewertung von Investitionen in Künstliche Intelligenz: Klassische Renditemodelle greifen zu kurz. Laut einer aktuellen Analyse von Gartner müssen Finanzverantwortliche ihre Herangehensweise grundlegend überdenken.

KI ist kein einheitliches Investment

Viele CFOs bewerten KI-Projekte weiterhin mit einem einheitlichen ROI-Ansatz. Laut Gartner führt dies jedoch zu Fehleinschätzungen, da KI-Anwendungen sehr unterschiedliche wirtschaftliche Eigenschaften besitzen. Stattdessen sollten Unternehmen KI als Portfolio verschiedener Investitionen betrachten – mit jeweils eigenen Kostenstrukturen, Risiken und Zeithorizonten.

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Drei Kategorien von KI-Anwendungen

Gartner unterscheidet zwischen mehreren Typen von KI-Initiativen: Anwendungen zur Automatisierung repetitiver Aufgaben, Lösungen zur Verbesserung von Analyse- und Entscheidungsprozessen sowie transformative Projekte mit Innovations- oder Disruptionspotenzial. Jede dieser Kategorien erfordert eine eigene Bewertungslogik.

Unterschiedliche Kosten- und Nutzenprofile

Die ökonomischen Unterschiede zwischen KI-Projekten sind erheblich. Während einige Initiativen kurzfristige Effizienzgewinne liefern, entfalten andere ihren Wert erst langfristig. Ohne eine differenzierte Betrachtung drohen Budgetüberschreitungen und falsche Priorisierungen.

Nicht-finanzielle Effekte gewinnen an Bedeutung

Ein zentrales Problem liegt laut Gartner darin, dass viele Unternehmen den Wert von KI zu stark an klassischen Kennzahlen wie Umsatz oder Kostenersparnis messen. Dabei entstehen wichtige Effekte oft zunächst außerhalb der Bilanz – etwa durch bessere Entscheidungsqualität, höhere Anpassungsfähigkeit oder gesteigerte Innovationskraft.

Neue Rolle für Finanzabteilungen

Die Bewertung von KI-Investitionen verändert auch die Rolle von CFOs. Statt ausschließlich finanzielle Kennzahlen zu analysieren, müssen sie zunehmend strategische und qualitative Faktoren berücksichtigen. Dies erfordert neue Bewertungsmodelle und ein tieferes Verständnis technologischer Entwicklungen.

Erfolgsfaktor: Portfolio-Ansatz

Unternehmen, die den größten Nutzen aus KI ziehen, verfolgen laut Gartner einen ausgewogenen Portfolioansatz. Sie kombinieren kurzfristige Produktivitätsgewinne mit gezielten Prozessverbesserungen und langfristigen Innovationsprojekten. Gleichzeitig werden erfolgversprechende Initiativen skaliert, während weniger erfolgreiche frühzeitig beendet werden.

Fazit: Umdenken bei der KI-Bewertung nötig

Die Analyse zeigt, dass der Erfolg von KI-Investitionen weniger von einzelnen Durchbrüchen abhängt als von einer strukturierten Gesamtstrategie. CFOs sind gefordert, ihre Bewertungsansätze anzupassen und die vielfältigen Wertbeiträge von KI ganzheitlich zu erfassen.

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