Google erweitert seine Shopping-Funktionen um einen intelligenten Warenkorb, der Produkte unterschiedlicher Online-Händler an einem zentralen Ort zusammenführt. Der neue Universal Cart startete gestern in den USA und ist sowohl in der Google-Suche als auch in der Gemini-App verfügbar. Neben der Verwaltung von Einkaufswünschen bietet die Lösung automatische Hinweise auf Preisänderungen, verfügbare Produkte und mögliche Einsparungen. Auch der Bezahlvorgang soll durch integrierte Checkout-Funktionen vereinfacht werden.
Ein Warenkorb für mehrere Online-Händler
Mit Universal Cart will Google den Einkaufsprozess über verschiedene Händler und eigene Anwendungen hinweg verbinden. Nutzer können Produkte aus unterschiedlichen Onlineshops sammeln, ohne für jeden Anbieter separate Warenkörbe verwalten zu müssen.
Artikel, die beispielsweise während einer Produktsuche im KI-Modus von Google gespeichert werden, stehen anschließend auch in der Gemini-App zur Verfügung. Der Einkaufsfortschritt bleibt erhalten, sodass Nutzer ihre Auswahl zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen können.
Damit entsteht eine zentrale Übersicht für Produkte verschiedener Marken und Händler, unabhängig davon, über welche Google-Anwendung sie ursprünglich entdeckt wurden.
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Automatische Preisalarme und Verfügbarkeitsmeldungen
Eine wesentliche Funktion ist die kontinuierliche Beobachtung gespeicherter Produkte. Grundlage dafür bildet Googles Shopping Graph, der nach Unternehmensangaben mehr als 60 Milliarden regelmäßig aktualisierte Produkteinträge umfasst.
Universal Cart kann Nutzer benachrichtigen, wenn ausgewählte Artikel günstiger werden oder zuvor ausverkaufte Produkte wieder erhältlich sind.
Die automatisierte Überwachung soll insbesondere bei größeren Einkaufslisten helfen, Preisentwicklungen und Warenverfügbarkeit im Blick zu behalten, ohne einzelne Händlerseiten wiederholt aufrufen zu müssen.
Google Wallet unterstützt bei Rabatten und Kartenvorteilen
Der neue Warenkorb berücksichtigt auch mögliche Einsparungen während des Einkaufs. Dazu gehören verfügbare Aktionscodes sowie Vorteile bestimmter Zahlungsmittel.
Durch die Anbindung an Google Wallet kann Universal Cart hinterlegte Karteninformationen beziehungsweise deren relevante Vorteile berücksichtigen. Das System soll Nutzern helfen, bei mehreren verfügbaren Zahlungsmethoden passende Vergünstigungen zu erkennen.
Google verbindet damit Produktauswahl, Preisbeobachtung und Zahlungsinformationen innerhalb einer gemeinsamen Shopping-Oberfläche.
Checkout über Google Pay oder direkt beim Händler
Für den Kaufabschluss stehen unterschiedliche Möglichkeiten bereit. Bei unterstützten Anbietern können Kunden ihre Bestellung unmittelbar aus Universal Cart heraus über Google Pay abschließen.
Alternativ lassen sich ausgewählte Artikel in den Warenkorb des jeweiligen Händlers übertragen. Der eigentliche Kauf findet dann auf dessen Website statt.
Zu den von Google genannten Handelspartnern gehören Nike, Sephora, Target, Ulta Beauty, Walmart und Wayfair. Auch zahlreiche Händler auf Basis von Shopify sollen die vereinfachten Kaufprozesse unterstützen.
Die Händler bleiben dabei die rechtlichen Verkäufer und übernehmen weiterhin Bestellbestätigungen sowie den Kundenservice.
Universal Commerce Protocol als technische Grundlage
Für die integrierten Kaufprozesse nutzt Google das Universal Commerce Protocol (UCP). Der technische Standard soll die Verbindung zwischen Shopping-Anwendungen, Zahlungsdiensten und den Systemen der Händler erleichtern.
Mit Universal Cart verfolgt Google einen Ansatz, bei dem künstliche Intelligenz nicht nur Produkte auffindbar macht, sondern auch die Organisation und Vorbereitung von Einkäufen unterstützt.
Der zunächst auf die USA beschränkte Start erfolgt rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft. Angaben zu einer möglichen Einführung in Deutschland oder anderen europäischen Märkten machte Google in der Ankündigung nicht.



