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Google greift mit Android-Laptops und Gemini den Premium-PC-Markt an

Mann mit Googlebook und Android Smartphone
Foto: Google

Key takeaways

Google bringt seine neue Googlebook-Plattform mit Android-Basis und tief integrierter Gemini-KI in den Handel. Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo liefern die ersten Premiumgeräte, die in Deutschland ab 1.199 Euro starten.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Google bringt seine Googlebook-Plattform in den Handel und positioniert sie klar oberhalb klassischer Chromebooks. Die ersten Geräte starten in Deutschland bei 1.199 Euro und sollen laut Unternehmensangaben ab Anfang Oktober erhältlich sein. Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo liefern die Hardware, während Google Betriebssystem, Dienste und KI-Funktionen kontrolliert.

Im Zentrum steht Gemini. Die KI soll nicht als zusätzliche Anwendung auftreten, sondern tief in das Bedienkonzept eingebunden werden. Damit versucht Google, Android, Desktop-Funktionen und künstliche Intelligenz zu einer neuen PC-Plattform zusammenzuführen und zugleich stärker gegen Windows-Notebooks und Apples MacBook-Familie anzutreten.

Android wird zur Basis für den Desktop

Googlebook basiert auf dem Android-Technologie-Stack und kombiniert diesen mit Desktop-Komponenten sowie Sicherheitsmechanismen aus ChromeOS. Damit führt Google zwei bislang weitgehend getrennte Plattformwelten enger zusammen und überträgt zentrale Android-Funktionen auf das Notebook.

Die Verzahnung mit Smartphones spielt dabei eine zentrale Rolle. Einstellungen, Passwörter, WLAN-Zugänge und Nachrichten können übernommen werden, während Funktionen wie „Continue On“ Aufgaben zwischen Smartphone und Laptop fortsetzen sollen. Über „Cast My Apps“ lassen sich zudem Smartphone-Anwendungen auf dem Desktop anzeigen.

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Gemini wird Teil der Benutzeroberfläche

Mit Funktionen wie „Magic Pointer“ will Google Gemini direkt in alltägliche Arbeitsabläufe integrieren. Inhalte auf dem Bildschirm sollen ohne Umweg als Kontext für KI-Anfragen dienen können, während „Rambler“ gesprochene Gedanken in strukturierte Texte, Listen oder Zusammenfassungen überführen soll.

Auch individualisierte Desktop-Widgets sollen sich per natürlicher Sprache erstellen lassen. Google versucht damit, den Begriff des AI-PC stärker über konkrete Bedienfunktionen zu definieren und nicht nur über verbaute KI-Beschleuniger. Die eigentliche Differenzierung soll aus dem Zusammenspiel von Android, Gemini und Desktop-Oberfläche entstehen.

Fünf Hersteller decken verschiedene Formfaktoren ab

Zum Start bringen Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo jeweils eigene Flaggschiffmodelle auf den Markt. Die Geräte unterscheiden sich unter anderem bei Größe und Bauform: Acer setzt beispielsweise auf ein Convertible, Asus auf ein besonders leichtes Modell und Lenovo auf ein 15-Zoll-Gerät für produktivitätsorientierte Nutzer.

Zur vorgesehenen Ausstattung gehören Touchscreens mit bis zu 2,8K-Auflösung, OLED-Panels, hochwertige Trackpads und Materialien wie Aluminium oder Magnesiumlegierungen. Als Plattformen kommen unter anderem Intel Core Ultra und Qualcomm Snapdragon X Elite zum Einsatz, ergänzt um Neural Processing Units mit mehr als 45 TOPS. Mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher sollen zum Standard gehören.

Premiumpreis statt Chromebook-Strategie

Mit einem Einstiegspreis von 1.199 Euro in Deutschland richtet sich Googlebook deutlich an das Premiumsegment. Anders als Chromebooks, die lange über günstige Hardware und den Bildungsmarkt skalierten, setzt die neue Plattform auf leistungsfähigere Komponenten, hochwertige Materialien und ein umfangreiches Softwarepaket.

Zum Kauf gehört für zwölf Monate Google AI Pro mit erweiterten Gemini-Funktionen und fünf Terabyte Cloud-Speicher. Ergänzt wird das Paket durch zeitlich begrenzte Angebote für weitere Dienste. Google verspricht zudem regelmäßige Funktionsupdates für Googlebook OS über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.

Google schafft eine neue Plattformkategorie

Strategisch erinnert das Modell an ChromeOS: Google liefert die Plattform, während etablierte Hersteller Hardware und Vertrieb übernehmen. Dadurch kann das Unternehmen schnell unterschiedliche Geräteklassen anbieten, ohne selbst eine vollständige Notebook-Produktion und Distribution aufbauen zu müssen.

Für den Handel entsteht damit potenziell eine neue Premiumkategorie zwischen klassischen Windows-PCs, MacBooks und Chromebooks. Entscheidend wird sein, ob Verbraucher die enge Verbindung von Gemini, Android und Notebook-Oberfläche als echten Mehrwert wahrnehmen. Der hohe Einstiegspreis zeigt jedenfalls, dass Google Googlebook nicht als Nebenprojekt, sondern als ernsthaften Vorstoß in den Premium-PC-Markt positioniert.

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