Das Halloween-Geschäft entwickelt sich für den deutschen Einzelhandel trotz der angespannten Konsumlage weiterhin positiv. Nach einer aktuellen Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden Verbraucher 2026 rund 537 Millionen Euro für das Gruselfest ausgeben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Umsatzplus von 3,3 Prozent. Allerdings planen etwas weniger Menschen entsprechende Einkäufe, während Dekorationsartikel, Lebensmittel und Getränke stärker in den Mittelpunkt rücken.
Halloween-Umsatz steigt auf 537 Millionen Euro
Der Handelsverband Deutschland rechnet für das diesjährige Halloween-Geschäft mit einem zusätzlichen Einzelhandelsumsatz von 537 Millionen Euro. Damit dürfte das Ergebnis trotz der schwachen Verbraucherstimmung leicht über dem Vorjahresniveau liegen.
Die prognostizierte Steigerung von 3,3 Prozent zeigt nach Einschätzung des Verbandes, dass Halloween inzwischen ein fester Bestandteil des deutschen Handelskalenders geworden ist. Für viele Händler bietet das Fest einen zusätzlichen Verkaufsanlass im Herbstgeschäft.
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth bewertet die erwartete Entwicklung angesichts des schwierigen Konsumumfelds als positives Stabilitätssignal. Die Prognose deutet darauf hin, dass anlassbezogene Einkäufe auch bei insgesamt zurückhaltender Konsumneigung weiterhin eine Rolle spielen.
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Weniger Verbraucher planen Halloween-Einkäufe
Trotz der steigenden Umsatzprognose dürfte die Zahl der Menschen mit konkreten Halloween-Ausgaben leicht zurückgehen. Während 2025 noch 15,2 Prozent entsprechende Einkäufe planten, liegt dieser Anteil 2026 bei 14,9 Prozent.
Damit entwickelt sich die Kaufbereitschaft anders als der erwartete Gesamtumsatz. Der Verband rechnet mit höheren Einnahmen, obwohl der Anteil der kaufwilligen Verbraucher geringfügig sinkt.
Aus den veröffentlichten Zahlen lässt sich allerdings nicht eindeutig ableiten, ob einzelne Käufer größere Warenkörbe planen oder höhere Preise die Umsatzentwicklung beeinflussen. Die HDE-Angaben beschreiben zunächst die erwarteten Gesamtausgaben und den Anteil der Menschen mit Kaufabsicht.
Halloween-Geschäft seit 2019 deutlich gewachsen
Langfristig hat Halloween für den deutschen Einzelhandel erheblich an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Nach Angaben des HDE liegen die für 2026 prognostizierten Umsätze um 69 Prozent über dem Niveau von 2019.
Die Entwicklung zeigt, dass sich das ursprünglich vor allem in Nordamerika verbreitete Fest auch in Deutschland als wiederkehrender Konsumanlass etabliert hat. Neben klassischen Süßwaren profitieren unterschiedliche Handelssegmente von der saisonalen Nachfrage.
Für den Einzelhandel entsteht dadurch ein zusätzlicher Vermarktungszeitraum zwischen dem Spätsommergeschäft und der umsatzstarken Vorweihnachtszeit. Insbesondere Händler mit saisonalen Sortimenten können Halloween für zeitlich begrenzte Aktionen und Themenpräsentationen nutzen.
Dekoration und Lebensmittel stehen im Mittelpunkt
Bei den geplanten Einkäufen zeichnen sich 2026 Veränderungen zwischen den Warengruppen ab. Besonders Dekorationsartikel, sonstige Lebensmittel und Getränke dürften nach Einschätzung des Handelsverbandes stärker nachgefragt werden.
Halloween-Partys und private Feiern bieten damit weiterhin Absatzmöglichkeiten für unterschiedliche Produktgruppen. Zum typischen Sortiment gehören thematisch gestaltete Dekorationen, Süßigkeiten, Kostüme sowie Lebensmittel und Getränke für Veranstaltungen.
Der HDE erwartet allerdings nicht in allen Bereichen steigende Ausgaben. Bei Süßwaren und Schminkprodukten wollen Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr weniger Geld ausgeben.
Damit verschiebt sich die erwartete Nachfrage innerhalb des Halloween-Sortiments. Während einzelne traditionelle Produktgruppen schwächer abschneiden könnten, gewinnen Artikel für die Gestaltung und Ausstattung von Feiern an Bedeutung.
Saisonale Verkaufsaktionen bleiben für Händler relevant
Für den Einzelhandel bietet Halloween die Möglichkeit, zusätzliche Kaufanreize über saisonale Warenpräsentationen zu schaffen. Dekoration, Kostüme und Partybedarf lassen sich dabei gezielt zu thematischen Sortimenten zusammenstellen.
Auch Lebensmittelhändler können von dem Anlass profitieren. Neben Süßwaren spielen Getränke und weitere Produkte für private Halloween-Veranstaltungen eine Rolle.
Die Umsatzprognose unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz solcher saisonalen Konsumanlässe. Allerdings verteilt sich das erwartete Geschäftsvolumen auf verschiedene Handelsbranchen und Produktgruppen, sodass nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren dürften.
Konsumzurückhaltung verhindert Umsatzwachstum nicht
Die HDE-Zahlen zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung innerhalb des deutschen Konsumumfelds. Obwohl insgesamt weniger Menschen Halloween-Ausgaben planen, erwartet der Verband ein leichtes Wachstum des Handelsumsatzes.
Für die Bewertung ist zwischen Kaufabsichten und tatsächlichen Verkaufsergebnissen zu unterscheiden. Die genannten 537 Millionen Euro sind eine Prognose für 2026 und noch kein abschließend gemessener Umsatz.
Auch die langfristige Steigerung gegenüber 2019 beschreibt das nominale Umsatzvolumen. Ohne zusätzliche Angaben zur Preisentwicklung lässt sich daraus kein entsprechendes reales Mengenwachstum ableiten.



