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HelloFresh kämpft mit Umsatzrückgang, steigert aber Profitabilität

Kartonage mit HelloFresh Logo
Foto: HelloFresh

Key takeaways

HelloFresh steigert 2025 seine Profitabilität deutlich, obwohl der Umsatz sinkt. Ein Effizienzprogramm und stärkere Kundenbindung treiben die Margen. Während Kochboxen überzeugen, belastet das Fertiggerichte-Segment. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiteren Umsatzrückgang, aber stabile Ergebnisse.

Lesezeit ca. 2 Minuten

HelloFresh hat seine vorläufigen Zahlen bestätigt und im Geschäftsjahr 2025 trotz rückläufiger Umsätze seine Profitabilität verbessert. Der Berliner Kochboxen-Anbieter profitiert von einem umfassenden Effizienzprogramm sowie einer stärkeren Fokussierung auf profitable Kundensegmente.

Umsatzrückgang bei stabilerer Kundenbasis

Der Konzern erzielte 2025 laut Jahresbericht einen Umsatz von rund 6,8 Milliarden Euro und verzeichnete damit einen währungsbereinigten Rückgang von 9 Prozent. Während das Wachstum insgesamt nachließ, entwickelte sich die Qualität der Kundenbasis positiv: Stammkunden machten einen steigenden Anteil der Bestellungen aus.

Insbesondere im Kochboxen-Segment verlangsamte sich der Umsatzrückgang im Jahresverlauf kontinuierlich. Ein Großteil der Bestellungen stammt inzwischen von besonders loyalen Kunden mit hoher Bestellhistorie.

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Kochboxen als Profitabilitätstreiber

Die Produktkategorie Kochboxen erwies sich als zentraler Ergebnishebel. Hier konnte HelloFresh die AEBITDA-Marge deutlich auf 13,5 Prozent steigern, nach 9,8 Prozent im Vorjahr. Damit kompensierte das Segment teilweise die schwächere Entwicklung in anderen Bereichen.

Herausforderungen im Ready-to-Eat-Geschäft

Das Geschäft mit Fertiggerichten blieb 2025 hinter den Erwartungen zurück. Regulatorische und operative Probleme in den USA belasteten die Entwicklung und führten zu einer negativen Marge im Gesamtjahr.

Erst im zweiten Halbjahr zeichnete sich eine Verbesserung ab. Im vierten Quartal konnte das Segment wieder eine positive Marge erreichen, was auf erste operative Fortschritte hindeutet.

Effizienzprogramm zeigt Wirkung

Ein wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung ist das laufende Effizienzprogramm. Rund 80 Prozent der Maßnahmen wurden bereits umgesetzt und führten zu Einsparungen von etwa 160 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen weitere Einsparungen in Höhe von rund 140 Millionen Euro.

CEO Dominik Richter erklärt die strategische Logik: „Effizienz schafft Margenspielraum, Margen finanzieren Produktinvestitionen, ein besseres Produkt stärkt die Kundenbindung – und genau diese Bindung ist der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum.“

Investitionen in Produktqualität

Parallel zu den Kostensenkungen investiert HelloFresh gezielt in sein Angebot. Mit dem Programm „The Refresh“ wurde die Produktvielfalt erweitert, die Rezeptauswahl in mehreren Märkten verdoppelt und die Qualität der Zutaten verbessert.

Diese Maßnahmen zeigen erste Erfolge: Kunden bleiben länger aktiv und generieren höhere Umsätze über die Zeit.

Cashflow wieder positiv

Auch finanziell stabilisierte sich das Unternehmen. Der Free Cashflow nach Leasingzahlungen kehrte 2025 ins Positive zurück und lag bei rund 18,9 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr noch negativ war.

Gedämpfter Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr erwartet HelloFresh weiterhin einen leichten Umsatzrückgang zwischen 3 und 6 Prozent. Während das Kochboxen-Geschäft stabil bleibt, wird das Ready-to-Eat-Segment weiterhin durch Nachwirkungen früherer Probleme belastet.

Beim operativen Ergebnis rechnet das Unternehmen mit einem AEBITDA zwischen 375 und 425 Millionen Euro. Neben laufenden Investitionen und Marktentwicklungen könnten auch externe Faktoren wie Wetterbedingungen die Entwicklung beeinflussen.

Strategische Neuausrichtung greift

HelloFresh befindet sich damit in einer Phase der Transformation: Weg vom reinen Wachstum hin zu nachhaltiger Profitabilität. Die Kombination aus Effizienzsteigerungen, gezielten Investitionen und stärkerer Kundenbindung soll langfristig für stabiles und profitables Wachstum sorgen.

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