Hornbach ist im ersten Halbjahr 2026/27 deutlich gewachsen und hat zugleich sein Ergebnis verbessert. Der Konzernumsatz stieg um sechs Prozent auf 3,82 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um 4,9 Prozent auf 285,6 Millionen Euro zu. Gleichzeitig investiert die Baumarktgruppe stärker in neue Standorte und bestätigt trotz geopolitischer Unsicherheiten ihre Jahresprognose.
Zweites Quartal sorgt für zusätzlichen Schub
Im zweiten Quartal erhöhte Hornbach den Nettoumsatz um 7,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg um 12,8 Prozent auf 124,6 Millionen Euro.
Treiber waren nach Unternehmensangaben eine robuste Nachfrage sowie saisonale Sortimente wie Klimageräte, Verschattung und Bewässerung. Auch flächenbereinigt entwickelte sich das Geschäft positiv: Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei vier Prozent.
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Marktanteile steigen in mehreren Ländern
Der Teilkonzern Hornbach Baumarkt steigerte seinen Halbjahresumsatz um 5,9 Prozent auf 3,60 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft außerhalb Deutschlands mit einem Plus von 7,7 Prozent.
Auch Marktanteile konnte das Unternehmen ausbauen. In Deutschland stieg der Anteil auf 15,9 Prozent, in den Niederlanden auf 29,8 Prozent und in Österreich auf 18,0 Prozent. In Tschechien erreichte Hornbach 40,1 Prozent.
Der Onlinehandel einschließlich Click & Collect wuchs um 8,6 Prozent auf 485,8 Millionen Euro und machte 13,5 Prozent des Baumarktumsatzes aus.
Höhere Kosten werden durch Rohertragswachstum aufgefangen
Die Profitabilität blieb trotz steigender Kosten stabil. Der Rohertrag erhöhte sich im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 1,32 Milliarden Euro und kompensierte höhere Personal-, Instandhaltungs- und IT-Kosten.
Die Handelsspanne ging leicht von 34,9 auf 34,6 Prozent zurück. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 7,5 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Der Periodenüberschuss stieg um 1,8 Prozent auf 182,2 Millionen Euro.
Expansion in Europa wird beschleunigt
Hornbach investiert stärker in sein Filialnetz. Im April eröffnete ein neuer Bau- und Gartenmarkt im slowakischen Trnava, im September folgte ein Standort in Graz. Zusätzlich soll ein Fachmarkt für Bodenbeläge in den Niederlanden eröffnen.
In Deutschland plant Hornbach zudem die Übernahme von sechs Hellweg-Standorten. Vorbehaltlich der Freigabe durch das Bundeskartellamt sollen die Märkte zum 1. Dezember übernommen und bis Frühjahr 2027 in Hornbach-Standorte umgewandelt werden.
Parallel bereitet die Gruppe den Markteintritt in Serbien vor. Die Investitionen stiegen deshalb im ersten Halbjahr um 13,5 Prozent auf 121 Millionen Euro.
Jahresprognose bleibt bestehen
Für das Gesamtjahr 2026/27 erwartet Hornbach weiterhin einen Nettoumsatz auf oder leicht über dem Vorjahresniveau von 6,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll in etwa auf dem Vorjahreswert von 264,7 Millionen Euro liegen.
Der Konzern rechnet weiterhin mit Belastungen durch geopolitische Entwicklungen, eine gedämpfte Konsumstimmung sowie höhere Einkaufs-, Logistik- und Personalkosten. Gleichzeitig sollen neue Märkte, Wachstum auf bestehender Fläche und der Onlinehandel zusätzliche Impulse liefern.




