IKEA startet eine weitere große Preisoffensive in Europa. Die Ingka Group, weitere IKEA-Franchisenehmer und die Inter IKEA Group investieren gemeinsam 1,2 Milliarden Euro, um Hunderte Produkte günstiger anzubieten. Die Preissenkungen beginnen zum 1. September und fallen je nach Markt und Sortiment unterschiedlich aus.
Der Möbelhändler reagiert damit auf die weiterhin hohen Lebenshaltungskosten vieler Verbraucher. Nach Angaben der Ingka Group handelt es sich nicht um eine kurzfristige Rabattaktion. IKEA will dauerhaft niedrigere Preise ermöglichen und nimmt dafür nach eigenen Angaben auch geringere Margen in Kauf.
Deutschland mit mehr als 1.500 Preissenkungen
Besonders umfangreich fällt die Maßnahme in Deutschland aus. Hier werden die Preise von mehr als 1.500 Produkten durchschnittlich um 20 Prozent reduziert. Die BESTÅ TV-Bank wird beispielsweise 27 Prozent günstiger, bei Produkten der Küchenserie IKEA 365+ sinken die Preise um bis zu 24 Prozent.
Europaweit gehören auch bekannte Produktreihen wie KALLAX, das HEMNES Tagesbett und der POÄNG Sessel zur Initiative. Je nach Produkt und Markt nennt IKEA durchschnittliche Preisreduzierungen zwischen 15 und 25 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Auch Großbritannien und Italien profitieren
In Großbritannien werden Hunderte Einrichtungsprodukte und Accessoires günstiger. Beim BILLY-Regal reduziert IKEA den Preis um 28 Prozent, bei einer TROFAST-Aufbewahrungskombination um 24 Prozent.
In Italien sinken die Preise für Hunderte Produkte durchschnittlich um 22 Prozent. KALLAX-Lösungen werden dort um bis zu 29 Prozent günstiger, BESTÅ-Rahmen im Durchschnitt um 26 Prozent.
IKEA setzt Preisstrategie aus 2024 fort
Die neue Investition knüpft an umfangreiche Preissenkungen im Geschäftsjahr 2024 an. Damals reduzierte IKEA in verschiedenen Märkten die Preise für Tausende Artikel. Nach Unternehmensangaben führten die Maßnahmen zu mehr Besuchen und einer höheren Zahl an Bestellungen.
Parallel investiert IKEA weiter in kleinere Standorte und sein Omnichannel-Modell. Damit verbindet der Konzern seine Preisstrategie mit dem Ausbau der Erreichbarkeit für Kunden.
Außerhalb Europas stellt die Ingka Group zusätzlich 70 Millionen Euro bereit. Das Geld soll Auswirkungen von Inflation und Wechselkursschwankungen in Asien und Nordamerika abfedern und damit den Spielraum für möglichst niedrige Verkaufspreise erhöhen.






