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Kering verzeichnet erneut Umsatzrückgang – Gucci bleibt Sorgenkind

Fassade des Gucci Stores in Paris
Foto: Pexels

Key takeaways

Kering erzielte im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro – ein Rückgang von 10 Prozent. Während Gucci weiter stark schwächelt, zeigen Marken wie Bottega Veneta und Saint Laurent positive Tendenzen. Auch das Eyewear- und Beauté-Geschäft konnte zulegen, insbesondere durch neue Partnerschaften und Produktlinien.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Luxusgüterkonzern Kering hat im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 3,415 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr in berichteter Form und einem Minus von 5 Prozent auf vergleichbarer Basis. Der negative Währungseffekt trug mit rund 5 Prozentpunkten zum Rückgang bei. Immerhin konnte das Unternehmen, das erst vor wenigen Tagen einen Milliarden-Deal mit L’Oreal geschlossen hat, seine Dynamik gegenüber dem zweiten Quartal deutlich verbessern, als der vergleichbare Umsatz noch um 15 Prozent gesunken war.

Einzelhandel verbessert sich leicht

Die Umsätze im direkt betriebenen Einzelhandel gingen im dritten Quartal um 6 Prozent zurück, nach einem Minus von 16 Prozent im Vorquartal. Alle Regionen trugen zur Stabilisierung bei. Das Großhandelsgeschäft und sonstige Erlöse lagen 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In den ersten neun Monaten des Jahres belief sich der Konzernumsatz auf 11 Milliarden Euro – ein Minus von 14 Prozent berichtet und 12 Prozent vergleichbar.

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Gucci mit deutlichen Verlusten

Gucci, die größte Marke im Konzernportfolio, verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 18 Prozent berichtet und 14 Prozent vergleichbar entspricht. Besonders im Großhandel war der Einbruch mit minus 25 Prozent deutlich. Der Einzelhandel zeigte sich mit einem Rückgang von 13 Prozent stabiler, insbesondere durch stärkere Nachfrage in Nordamerika und Westeuropa. Die Einführung neuer Produkte, vor allem im Bereich Lederwaren, trug zur Belebung bei.

Saint Laurent punktet mit Schuhen und Ready-to-Wear

Yves Saint Laurent erzielte einen Umsatz von 620 Millionen Euro, was einem Minus von 7 Prozent berichtet und 4 Prozent vergleichbar entspricht. Der Einzelhandel schrumpfte nur leicht um 2 Prozent, während der Großhandel im Zuge der strategischen Bereinigung um 16 Prozent zurückging. Insbesondere die Segmente Ready-to-Wear und Schuhe entwickelten sich zweistellig positiv.

Bottega Veneta mit Wachstum im Einzelhandel

Bottega Veneta konnte im dritten Quartal mit einem berichteten Umsatzrückgang von lediglich 1 Prozent und einem vergleichbaren Wachstum von 3 Prozent positiv überraschen. Die direkt betriebenen Läden erzielten ein Umsatzplus von 5 Prozent, getragen von zweistelligem Wachstum in Nordamerika. Besonders gut entwickelten sich Ready-to-Wear und Schuhe. Die neue Campana-Tasche kam vielversprechend am Markt an.

Andere Marken mit gemischter Entwicklung

Die „Other Houses“ von Kering kamen auf 652 Millionen Euro Umsatz, was einem Rückgang von 5 Prozent berichtet, aber einem Zuwachs von 1 Prozent vergleichbar entspricht. Während der Einzelhandel stabil blieb, stieg der Großhandel um 5 Prozent. Bei Balenciaga verbesserte sich die Nachfrage in allen Kategorien, insbesondere in Nordamerika. Alexander McQueen profitierte von einer stabileren Entwicklung im Damenbereich. Brioni legte vor allem in Europa, Nordamerika und Japan zu.

Die Schmuckmarken überzeugten durchweg mit zweistelligem Wachstum. Boucheron zeigte starke Ergebnisse in den USA und Asien, Pomellato überzeugte mit seiner High-Jewelry-Linie, und Qeelin setzte seine Wachstumsdynamik in Asien fort.

Segment Eyewear und Corporate mit Wachstum

Der Umsatz im Segment Kering Eyewear und Corporate lag bei 448 Millionen Euro – ein Zuwachs von 2 Prozent berichtet und 6 Prozent vergleichbar. Besonders stark war das Wachstum bei Kering Eyewear mit 7 Prozent Plus. Maui Jim und Lindberg entwickelten sich solide, zudem wurde die Partnerschaft mit Valentino angekündigt. Auch Kering Beauté wuchs leicht um 3 Prozent, gestützt durch neue Produkte wie das erste Balenciaga-Parfum und die neue Creed-Duftlinie Oud Zarian.

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