Bei DB Cargo kommt seit neuestem Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz, um Güterwagen schneller und präziser zu prüfen. In acht großen Rangierbahnhöfen, durch die täglich über 10.000 Wagen rollen, analysiert die neue Technologie relevante Daten bereits während der Durchfahrt – ohne manuelle Zwischenkontrollen.
Kamerabrücken ermöglichen visuelle Diagnostik in Echtzeit
Kernstück der Digitalisierung sind bereits bestehende Kamerabrücken, die mit Hochgeschwindigkeitskameras und speziellen Beleuchtungssystemen ausgestattet sind. Insgesamt 13 dieser Anlagen sind bei DB Cargo im Einsatz. Die KI nutzt die dort erfassten Bilder, um Schäden an Wagen sofort zu erkennen. Diese automatisierte Fehlererkennung reduziert Reaktionszeiten und erhöht die Sicherheit im Betrieb.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Datenanalyse ersetzt manuelle Erfassung
Eine neue Funktion erlaubt es der KI, die wichtigsten Güterwagendaten – etwa Eigengewicht, Bremsstatus und Beladungsmaße – in Sekundenbruchteilen auszulesen und zu bewerten. Bislang mussten diese Informationen händisch kontrolliert werden, was Zeit und Personal band. Nun wird das Personal gezielt unterstützt, was operative Abläufe beschleunigt und Kapazitäten freisetzt.
Förderprojekt mit Zukunftsperspektive
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Ziel ist die Modernisierung der Logistikkette auf der Schiene bis 2030 und darüber hinaus. DB Cargo verfolgt diesen Wandel aktiv über das eigene Innovationsportfolio beim DB CargoLab. Die Erprobung der KI-Lösung soll langfristig auch anderen Bahnunternehmen zugutekommen. Davon profitieren nicht nur Kunden durch eine schnellere Bereitstellung von Wagen, sondern auch Mitarbeitende durch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben.


