Die diesjährige Weihnachtssaison in den USA steht ganz im Zeichen digitaler Technologien: Künstliche Intelligenz (KI) und Kryptowährungen gewinnen rasant an Bedeutung für das Einkaufsverhalten, wie eine neue Umfrage von Visa zeigt. Rund die Hälfte der US-Konsumenten nutzt inzwischen KI-Tools beim Einkaufen – vor allem, um Geschenkideen zu finden oder Preise zu vergleichen.
KI unterstützt, aber Vertrauen bleibt entscheidend
Laut Visa kommt der häufigste KI-Einsatz beim Finden von Geschenkinspirationen zum Tragen, doch auch Preisvergleiche profitieren von automatisierten Systemen. Trotz der Offenheit für digitale Unterstützung wünschen sich viele Konsumenten weiterhin persönliche Beratung: 61 Prozent bevorzugen menschlichen Kundenservice. Ebenso möchten 60 Prozent besser verstehen, wie ihre Daten im Kontext KI-basierter Tools genutzt werden – ein klarer Hinweis auf das Bedürfnis nach mehr Transparenz.
Auch das Thema Sicherheit spielt eine große Rolle: Zwei Drittel der Befragten sorgen sich um die Gefahr, dass Freunde oder Familie Opfer von Online-Betrug werden könnten. 39 Prozent berichten, bereits selbst mit Betrugsversuchen konfrontiert gewesen zu sein.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Gen Z als digitale Vorreiter
Insbesondere die Generation Z zeigt eine hohe Bereitschaft, neue Technologien im Kaufverhalten zu integrieren. Fast die Hälfte (45 Prozent) dieser Altersgruppe würde sich Kryptowährungen als Geschenk wünschen – weit mehr als im Durchschnitt (28 Prozent). Auch beim Bezahlen zeigen sich junge Konsumenten aufgeschlossen: 44 Prozent der Gen Z nutzen Krypto bereits für Einkäufe.
Weitere Indikatoren für den digitalen Wandel: 71 Prozent der Gen Z setzen auf biometrische Authentifizierung, 60 Prozent kaufen international ein, 55 Prozent shoppen über soziale Medien. Bei der Wahl des Zahlungsmittels sind digitale Wallets (36 Prozent) nahezu gleichauf mit klassischen Karten (34 Prozent).
Digitale Transformation des Feiertagshandels
Ein weiterer Ausblick betrifft die Zukunft von Kryptowährungen: Jeder zehnte Befragte geht davon aus, dass sogenannte Stablecoins bis 2030 zum dominierenden Zahlungsmittel werden. 28 Prozent erwarten zumindest eine stärkere Verbreitung dieser digitalen Währungen bis 2035.
Neben dem Einkauf verändert sich auch das Reiseverhalten: 41 Prozent der global befragten Konsumenten planen in dieser Saison mehr Reisen als im Vorjahr. Der Wandel zeigt sich somit nicht nur im digitalen, sondern auch im mobilen Verhalten – getrieben von einer jungen, technologieaffinen Zielgruppe.


