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Zwischen Chatbot und Mensch: Wie Kunden KI im Service wirklich erleben

Roboter als Symbol fuer Chatbots
Foto: Pixabay

Key takeaways

Eine neue Studie zeigt: Kunden nutzen KI im Service zunehmend gern, erwarten aber weiterhin persönliche Betreuung. Besonders junge, digital affine Zielgruppen profitieren von Effizienzgewinnen – dennoch bleibt der Mensch in komplexen Anliegen unersetzlich. Der Schlüssel liegt in hybriden Servicemodellen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Teil des Alltags. Wer online Termine bucht oder automatisierte Antworten erhält, hat bereits Erfahrung mit KI im Kundenservice gemacht. Für lokale Unternehmen bietet der Einsatz solcher Technologien eine Chance, trotz Fachkräftemangel und steigender Erwartungen konkurrenzfähig zu bleiben. Doch wie stehen Verbraucher wirklich zur digitalen Hilfe?

KI wird zum praktischen Helfer

Laut einer aktuellen GfK-Studie im Auftrag von Greven Medien nutzen bereits 44 % der Deutschen KI-basierte Services bei lokalen Anbietern. Besonders geschätzt werden Funktionen, die konkrete Erleichterungen im Alltag bringen – etwa Terminvereinbarungen mit Kalendereintrag (51 %), digitale Tischreservierungen (47,3 %) oder automatische Antworten auf Anfragen (31,9 %). Für die Kunden zählen Effizienz und Verfügbarkeit:

  • 50,2 % loben die einfachere Terminvereinbarung.
  • 49,9 % begrüßen die Erreichbarkeit außerhalb der Geschäftszeiten.
  • 43 % schätzen die beschleunigte Bearbeitung von Anfragen.
  • 24,6 % freuen sich über direkte Auftragsabschlüsse ohne Wartezeit.
  • 52,1 % sehen in der KI einen echten Mehrwert für den Servicealltag.
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Wer profitiert – und wer zurückhaltend bleibt

Die Bereitschaft zur KI-Nutzung variiert stark nach Alter, Lebensumständen und Einkommen. Besonders aufgeschlossen zeigen sich die 18- bis 39-Jährigen: Über 62 % dieser Altersgruppe haben bereits KI-Kontakt gehabt. Bei den über 50-Jährigen ist es deutlich weniger.

Digitale Präsenz spielt vor allem für junge Menschen eine wichtige Rolle. Rund 60 % der 18- bis 29-Jährigen meiden Unternehmen ohne Webseite oder Social-Media-Auftritt. Auch das Einkommen beeinflusst die Akzeptanz: In Haushalten mit über 5.000 € monatlich finden 67,5 % digitale Buchungstools sinnvoll – bei geringerem Einkommen sind es nur 46,7 %. Zudem nutzen Stadtbewohner und Eltern KI häufiger als der Durchschnitt.

Die Grenzen der Automatisierung

Trotz aller Vorteile gibt es klare Vorbehalte. Für 51,3 % der Befragten fehlt es KI-Anwendungen an persönlicher Betreuung. 49,4 % sehen Schwächen bei komplexen Anliegen. Auch Datenschutzbedenken äußern 40,2 %. Diese Skepsis schlägt sich in der Gesamtbewertung nieder: Nur 23,6 % bevorzugen ausdrücklich KI-gestützten Service, während fast die Hälfte (47,9 %) ihn nicht einem klassischen Service vorziehen würde.

Das Erfolgsmodell heißt Hybrid

Die Studienergebnisse legen nahe: Der Schlüssel liegt nicht im vollständigen Ersatz, sondern in der Kombination von Technik und Menschlichkeit. Für alltägliche Aufgaben wie Terminvergabe oder FAQs bietet sich KI an. Doch in Beratung, Konfliktlösung und Beziehungsmanagement bleibt der Mensch unersetzlich.

Lokale Anbieter sind gut beraten, ein hybrides Servicemodell zu etablieren. Wer Routineprozesse automatisiert, schafft Raum für empathische Kundenbetreuung – und profitiert doppelt: durch effizientere Abläufe und stärkere Kundenbindung.

Fazit: Technik trifft Vertrauen

Die KI ist gekommen, um zu bleiben – aber nicht, um den Menschen zu verdrängen. Die Studie zeigt: Kunden akzeptieren digitale Helfer, erwarten aber weiterhin echtes Gegenüber. Unternehmen, die beides vereinen, schaffen ein Serviceerlebnis, das Effizienz mit Empathie verbindet – und damit zukunftsfähig ist.

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