Künstliche Intelligenz kommt zunehmend in den Personalabteilungen deutscher Unternehmen an. Besonders häufig wird sie für Weiterbildung, Arbeitszeugnisse und die Einarbeitung neuer Beschäftigter eingesetzt. Insgesamt bleibt die tatsächliche Nutzung allerdings noch vergleichsweise niedrig.
Das zeigen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland. Gegenüber 2024 hat der KI-Einsatz im Personalwesen in mehreren Bereichen zugenommen.
14 Prozent schreiben Arbeitszeugnisse mit KI
Bei Arbeitszeugnissen setzen inzwischen 14 Prozent der Unternehmen KI ein. Weitere 52 Prozent können sich eine entsprechende Nutzung vorstellen. 2024 lag dieser Anteil noch bei 45 Prozent.
Am weitesten verbreitet ist KI bei der individuellen Weiterbildung. 16 Prozent der Unternehmen nutzen entsprechende Anwendungen bereits, nach 12 Prozent im Jahr 2024. Weitere 58 Prozent können sich den Einsatz vorstellen.
Auch beim Onboarding wächst die Bedeutung der Technologie. 14 Prozent nutzen KI bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter, weitere 36 Prozent sind dafür offen. 2024 lagen die Werte noch bei elf beziehungsweise 28 Prozent.
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KI beantwortet interne Personalfragen
Für die automatisierte Bearbeitung interner Personalanfragen verwenden 13 Prozent der Unternehmen KI. Weitere 53 Prozent können sich einen solchen Einsatz vorstellen. Denkbar sind beispielsweise Systeme, die Beschäftigten Fragen zu Personalthemen automatisiert beantworten.
Bitkom sieht darin die Möglichkeit, standardisierte Anfragen schneller zu bearbeiten und Personalabteilungen mehr Zeit für individuelle Betreuung zu verschaffen.
Unternehmen lassen Arbeitsbelastung von KI bewerten
Deutlich gestiegen ist der Einsatz bei der Bewertung der Arbeitsbelastung. 13 Prozent der Unternehmen nutzen dafür inzwischen KI, gegenüber sechs Prozent im Jahr 2024. Weitere 28 Prozent können sich dies vorstellen.
Bei der Bewertung der Arbeitsleistung setzen zwölf Prozent KI ein. Weitere 27 Prozent der befragten Unternehmen sind grundsätzlich offen dafür.
Gerade solche Anwendungen sind allerdings regulatorisch sensibel. Bitkom verweist auf Datenschutzfragen und Unsicherheiten bei der Umsetzung des europäischen AI Act. Bestimmte KI-Anwendungen im Personalbereich können als Hochrisiko-Systeme eingestuft werden.
Die Zahlen zeigen dennoch eine zunehmende Offenheit gegenüber KI im Personalwesen. Während die tatsächliche Nutzung meist noch im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegt, kann sich bei mehreren Anwendungen bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen einen künftigen Einsatz vorstellen.




