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Handelslogistik im Wandel: Der Weg zur neuen E-Mobilität

Amazon eActros 600 von Mercedes-Benz Trucks
eActros 600 von Mercedes-Benz Trucks - Foto: Amazon

Key takeaways

Laut EHI-Studie setzen Händler zunehmend auf alternative Antriebstechnologien, insbesondere Elektrofahrzeuge. Während leichte Fahrzeuge bereits umgestellt werden, gelten schwere Lkw als problematisch. Hohe Kosten und Infrastrukturmängel bremsen den Wandel, doch langfristig dominiert der Elektroantrieb als nachhaltige Lösung für die Handelslogistik.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Handelslogistik steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Eine neue Studie des EHI Retail Institute zur „Nachhaltigkeit in der Transportlogistik“ belegt, dass Händler zunehmend ökologische Verantwortung übernehmen und alternative Antriebstechnologien in ihre Flotten integrieren – oder dies zeitnah planen.

Schrittweise Transformation statt radikaler Umbruch

Der Transformationsprozess läuft bereits, wird jedoch mit Augenmaß gestaltet. Regulatorische Vorgaben, technologische Entwicklungen und gesellschaftlicher Druck wirken als treibende Kräfte. Dennoch berücksichtigen Unternehmen wirtschaftliche, infrastrukturelle und technologische Rahmenbedingungen bei der Umstellung, erklärt Studienautor Niklas Stanislawski.

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Große Mehrheit befindet sich in der Umstellung

Mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen haben die Umstellung auf alternative Antriebe begonnen oder befinden sich in der Vorbereitung. 85 Prozent planen den Wechsel innerhalb der nächsten sechs Jahre, 30 Prozent davon sogar in den nächsten drei Jahren. Insbesondere leichtere Fahrzeuge wie Transporter und Lkw bis 7,5 Tonnen gelten als geeignet wie zum Beispiel Vorreiter Amazon mit den eTrucks von Mercedes-Benz zeigt. Bei schweren Fahrzeugen hingegen wird der Umstieg aktuell als wenig praktikabel eingeschätzt.

Elektroantrieb als dominierende Technologie

Mit rund 60 Prozent Einsatzquote liegt der Elektroantrieb derzeit vorn, vor allem auf Kurzstrecken. Gasantriebe folgen mit 45 Prozent, Plug-in-Hybride mit 39 Prozent. Technologische Fortschritte in Batterie-, Wasserstoff- und Kraftstofftechnologien schaffen zusätzliche Optionen für die Branche.

Herausforderungen bremsen Umstellung

Trotz der Dynamik gibt es Hürden: 92 Prozent der Unternehmen nennen hohe Anschaffungskosten als zentrales Problem. Auch die Reichweite, Ladeinfrastruktur sowie Lade- und Tankzeiten sind laut Umfrage für viele Betriebe eine Herausforderung. 70 Prozent kritisieren die Reichweitenprofile und fehlende Ladepunkte, 65 Prozent monieren die Lade- und Tankzeiten.

Langfristige Perspektive: Elektro dominiert

Langfristig gilt der Elektroantrieb als wichtigste Technologie für den Waren- und Güterverkehr. Gas und Biokraftstoffe verlieren an Bedeutung, werden aber aktuell noch als Übergangslösungen akzeptiert. Wasserstoff bietet zwar Potenzial für Langstrecken, ist aber derzeit noch mit zu vielen Unsicherheiten behaftet – insbesondere bei Kosten und Infrastruktur.

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