Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Anbietern hochwertiger Herrenhemden. Pünktlich zum 75-jährigen Unternehmensjubiläum treibt der Mittelständler nun die Vereinheitlichung seines Markenauftritts voran. Mit einem neuen Label-Konzept erhalten künftig Hemden, Pullover, Polos, T-Shirts sowie weitere Produkte eine durchgängige visuelle Gestaltung. Ziel laut Unternehmen ist es, die Marke auf der Verkaufsfläche klarer zu positionieren und die Wiedererkennbarkeit über das gesamte Sortiment hinweg zu erhöhen.
Vom Hemdenspezialisten zur modernen Menswear-Marke
Die Neuausrichtung ist Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels, den OLYMP bereits seit mehreren Jahren verfolgt. Während das Unternehmen seinen Erfolg ursprünglich nahezu ausschließlich auf hochwertigen Businesshemden aufbaute, wurde das Sortiment Schritt für Schritt erweitert. Heute gehören Strickwaren, Poloshirts, T-Shirts, Hosen und Accessoires ebenso zum Portfolio wie innovative Officewear-Konzepte, die klassische Businessmode mit Casual-Elementen verbinden.
Diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in der Markenarchitektur wider. Statt einzelne Produktlinien in den Vordergrund zu stellen, soll künftig die Dachmarke OLYMP die zentrale Orientierung für Verbraucher bilden.
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Einheitliches Design ersetzt die Dominanz der Untermarken
Kern des neuen Konzepts ist ein einheitliches Hauptetikett, das künftig bei sämtlichen Produkten verwendet wird. Es erscheint durchgängig in einem dunklen Blauton und kombiniert die Markenfarbe mit dem kontrastierenden OLYMP-Logo. Ergänzt wird das Hauptetikett durch ein kleineres Zusatzlabel, das Informationen zu Passform, Material und besonderen Produkteigenschaften wie Bügelfreiheit oder Jersey-Qualität enthält.
Damit verändert OLYMP auch seine bisherige Markenarchitektur. Produktlinien wie „Luxor“, „Level Five“ oder „No. Six“, die über viele Jahre eine starke Eigenständigkeit besaßen, treten künftig deutlich in den Hintergrund. Sie bleiben zwar Bestandteil der Produktkennzeichnung, dienen jedoch primär der Information und nicht mehr der eigenständigen Markeninszenierung.
Mehr Orientierung auf der Verkaufsfläche
Nach Unternehmensangaben reagiert OLYMP mit der Überarbeitung auf veränderte Anforderungen im Modehandel. Angesichts breiter werdender Sortimente und einer zunehmenden Verschmelzung von Business- und Freizeitmode wünschen sich viele Verbraucher eine einfachere Orientierung am Point of Sale.
Das neue Labeling soll daher nicht nur die Wiedererkennbarkeit erhöhen, sondern auch Verkaufsgespräche erleichtern und die Produktauswahl beschleunigen. Ergänzend führt OLYMP ein neues Farbleitsystem ein, das verschiedene Passformen bereits auf den ersten Blick unterscheidbar macht. Kragenstecker und Booklets greifen diese Farbwelt ebenfalls auf und unterstützen die Navigation innerhalb des Sortiments.
Verpackung wird Teil des Markenerlebnisses
Neben den Etiketten wurde auch das Packaging vollständig überarbeitet. Die bisher verwendete Banderole entfällt künftig. Dadurch soll der hochwertige Stoff unmittelbar fühlbar werden und das haptische Produkterlebnis bereits beim ersten Kontakt beginnen.
Neue Hängeetiketten vermitteln produktspezifische Informationen zu Materialien, Pflegeeigenschaften und den jeweiligen Produktvorteilen. Gleichzeitig werden Nachhaltigkeitsaspekte und das Verantwortungsverständnis des Unternehmens stärker in die Kommunikation integriert.
75 Jahre Unternehmensgeschichte als Fundament der Transformation
Die Neugestaltung fällt in ein besonderes Jahr der Unternehmensgeschichte. OLYMP feiert 2026 sein 75-jähriges Bestehen. Gegründet wurde das Unternehmen 1951 von Eugen Bezner, der mit nur sechs Mitarbeitern in einer Waschküche in Bietigheim die Produktion hochwertiger Herrenhemden aufnahm. Nach dem frühen Tod des Firmengründers führte sein Sohn Eberhard Bezner das Unternehmen weiter und legte den Grundstein für den späteren Aufstieg zur führenden Hemdenmarke Deutschlands.
Den entscheidenden Durchbruch erreichte OLYMP in den 1990er-Jahren mit den bügelfreien Baumwollhemden der Linie „Luxor“. Später folgten körperbetonte Schnitte, Strickkollektionen sowie die Übernahme des Strickspezialisten MAERZ München sowie dieses Jahr die Sicherung der Markenrecht an Eterna. In den vergangenen Jahren wurde das Sortiment konsequent zum sogenannten Total Look ausgebaut – mit dem Ziel, Kunden vollständige Outfits statt einzelner Produktkategorien anzubieten.
Parallel investierte das Unternehmen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und den Ausbau seines Online-Geschäfts. Heute versteht sich OLYMP nicht mehr ausschließlich als Hemdenhersteller, sondern als internationale Fashion Brand für moderne Herrenmode. Das neue Label-Konzept bildet den nächsten sichtbaren Schritt dieser strategischen Entwicklung.
Gerade im anspruchsvollen Modemarkt, der von Kaufzurückhaltung, wachsendem Wettbewerbsdruck und einem immer stärkeren Markenfokus geprägt ist, gewinnt ein konsistentes Erscheinungsbild zunehmend an Bedeutung. Mit dem Leitgedanken „One Look. One Brand.“ möchte OLYMP seine Positionierung weiter schärfen und die Marke über sämtliche Berührungspunkte hinweg einheitlich erlebbar machen.






