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Oracle und AWS bauen Datenbank-Partnerschaft für KI-Anwendungen aus

ORACLE Logo auf einem Buerogebaeude
Foto: Joeppoulssen / depositphotos.com

Key takeaways

Geschäftskritische Datenbanken sollen sich leichter mit Cloud-Analysen und generativer KI verbinden lassen. Oracle und AWS erweitern dafür ihre langfristige Kooperation, vergrößern die globale Verfügbarkeit und senken mit einer neuen Exadata-Variante die Einstiegshürden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Oracle und Amazon Web Services (AWS) vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Cloud-Datenbanken und künstlicher Intelligenz. Eine neue langfristige Vereinbarung soll die Migration von Oracle-Datenbanken in AWS-Umgebungen beschleunigen. Gleichzeitig ist Oracle AI Database@AWS inzwischen in 22 AWS-Regionen verfügbar.

Neu hinzu kommt der allgemein verfügbare Oracle Exadata Database Service on Exascale Infrastructure. Unternehmen sollen damit die Leistung der Exadata-Plattform nutzen können, ohne dedizierte Datenbank- und Speicherserver bereitstellen zu müssen. Abgerechnet werden die jeweils benötigten Rechen- und Speicherkapazitäten.

Exadata soll für kleinere Workloads attraktiver werden

Die Exascale-Infrastruktur verteilt Datenbanken auf gemeinsam genutzte Speicherserver. Damit will Oracle die Technologie auch für kleinere Datenbanken, regionale Installationen sowie Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Szenarien wirtschaftlicher machen.

Eine Thin-Cloning-Funktion ermöglicht zudem Datenbankkopien für Entwicklung und Tests, ohne den gesamten Speicherbestand zu duplizieren. Oracle verbindet diese Infrastruktur mit seinen KI-Funktionen. Über AI Vector Search lassen sich beispielsweise Informationen anhand von Bedeutung und Kontext innerhalb vorhandener Unternehmensdaten suchen.

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Oracle-Daten treffen auf AWS-KI

Ein Schwerpunkt der Kooperation ist die direkte Verbindung von Oracle-Datenbanken mit Analyse- und KI-Diensten von AWS. Unterstützt werden unter anderem Amazon Bedrock und SageMaker sowie eine Zero-ETL-Anbindung an Amazon Redshift. Hinzu kommen Backups in Amazon S3, Überwachung über CloudWatch und ereignisgesteuerte Anwendungen mit EventBridge.

Für besonders latenzkritische Anwendungen nennt Oracle eine Roundtrip-Zeit zwischen Anwendung und Datenbank von bis zu 165 Mikrosekunden. Damit adressiert das Angebot unter anderem Transaktionssysteme, ERP-Anwendungen und KI-gestützte operative Systeme.

Olive Young verlagert Kernsysteme in die Cloud

Zu den Anwendern zählt der südkoreanische Beauty- und Wellnesshändler CJ Olive Young mit mehr als 1.380 Filialen. Das Unternehmen nutzt Oracle AI Database@AWS zur Migration zentraler Workloads und will Oracle-Daten stärker mit den Analyse- und KI-Angeboten von AWS verbinden.

Auch Kobalt Music Group setzt die Plattform für geschäftskritische Prozesse ein. Der Musikverlag verarbeitet darüber Nutzungsdaten für Millionen Songs und unterstützt die Verteilung von Vergütungen an Autoren, Verlage und Rechteinhaber. Die Verkehrsbehörde der Metropolregion Barcelona verwendet die Technologie wiederum für Mobilitätsdaten, Analysen und KI-Anwendungen.

Partner sollen Cloud-Migration beschleunigen

Oracle und AWS beziehen auch Systemintegratoren und Managed-Service-Anbieter stärker in die Vermarktung und Migration ein. Berechtigte Partner können Oracle AI Database@AWS über das AWS-Partnernetzwerk und das Oracle Partner Network vertreiben. Ein Migration Accelerator soll darüber hinaus einen Teil der Umstellungskosten abfedern.

Unter anderem Deloitte und Hitachi unterstützen entsprechende Transformationsprojekte. Oracle und AWS positionieren ihr gemeinsames Angebot damit insbesondere für Unternehmen, die geschäftskritische Oracle-Systeme modernisieren und gleichzeitig AWS-Dienste für Datenanalyse und generative KI einsetzen wollen, ohne ihre Datenbankarchitektur vollständig neu aufzubauen.

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