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KI treibt Cyberausgaben – Unternehmen sehen neue Risiken durch autonome Systeme

Security Schild in Neon Farben
Foto: Peter Conrad / Unsplash

Key takeaways

➟ KI wird zum neuen Schwerpunkt der Cyberstrategie – als Schutzinstrument und als Risiko. Steigende Budgets treffen auf große Lücken bei Governance, Resilienz und dem Umgang mit autonomen Agenten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Unternehmen erhöhen ihre Investitionen in Cybersicherheit deutlich, während der Einsatz fortgeschrittener KI-Modelle neue Risiken schafft. Laut der aktuellen „2027 Global Digital Trust Insights Survey“ von PwC erwarten 84 Prozent der befragten Sicherheits- und Finanzverantwortlichen steigende Cyberbudgets in den kommenden zwölf Monaten. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 78 Prozent.

KI wird zu einem zentralen Budgetschwerpunkt

58 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen zählen künstliche Intelligenz zu ihren wichtigsten Cyberbudget-Prioritäten für das kommende Jahr. Gleichzeitig verfügen viele Unternehmen noch nicht über ausreichend ausgereifte Strukturen, um neue Risiken systematisch abzufangen.

Nur 39 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben einen vollständig formalisierten und integrierten Kontinuitätsplan, der Cyberrisiken ausdrücklich berücksichtigt. Damit wächst die Lücke zwischen technologischer Einführung und organisatorischer Absicherung.

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Angriffe auf KI-Systeme bereiten Unternehmen Sorgen

50 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen nennen Angriffe auf KI-Systeme als eine der Bedrohungen, auf die ihre Organisation am schlechtesten vorbereitet ist. Damit liegen diese Risiken vor Cloud-Bedrohungen mit 40 Prozent, Angriffen über Dritte mit 34 Prozent und Ransomware mit 33 Prozent.

Besonders kritisch werden kompromittierte autonome Botnetze, adversariale Angriffe und Data Poisoning bewertet. Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten sieht in diesen Szenarien erhebliche Vorbereitungslücken.

Autonome KI-Agenten stoßen auf Vertrauensprobleme

Obwohl KI zunehmend zur Cyberabwehr eingesetzt wird, bleibt die Bereitschaft gering, Systeme vollständig autonom handeln zu lassen. Nur 22 Prozent der Befragten würden KI-Agenten eigenständige Entscheidungen und Aktionen in der Cyberabwehr erlauben.

Als zentrale Hürden nennen die Teilnehmer vor allem die Zuverlässigkeit und Reife der Technologie, Fragen der Verantwortung und Nachvollziehbarkeit sowie fehlende Kompetenzen bei der Überwachung von KI-Systemen.

Cybersicherheit ist noch nicht überall Vorstandsthema

Auch auf Führungsebene sieht PwC Nachholbedarf. Nur 47 Prozent der Befragten stimmen klar zu, dass Cyberrisiken regelmäßig auf der Agenda des Boards stehen. Bei Executive-Meetings liegt der Anteil mit 45 Prozent noch etwas niedriger.

Zwar haben 33 Prozent der Unternehmen bereits eigene KI-Rollen wie einen Chief AI Officer oder ein KI-Gremium eingerichtet, doch die Verzahnung von KI- und Cyber-Governance bleibt vielerorts unvollständig.

Unternehmen setzen auf Redundanz und Managed Services

Viele Organisationen reagieren mit strukturellen Maßnahmen auf die wachsenden Risiken. 54 Prozent setzen auf Multi-Cloud- oder Hybrid-Cloud-Strategien, 47 Prozent bauen regionale Daten- und Technologieredundanzen aus und 37 Prozent lokalisieren Infrastruktur stärker innerhalb einzelner Rechtsräume.

Zusätzlich verändern 50 Prozent ihr Management von Lieferanten-, Drittanbieter- und Lieferkettenrisiken. Bei Managed Services ist künstliche Intelligenz mit 53 Prozent das wichtigste Einsatzfeld. Grundlage der Studie sind Angaben von fast 4.000 Führungskräften aus Wirtschaft und Technologie in 71 Ländern und Regionen.

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