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Studie: Beschäftigte sind loyal und motiviert, aber vielen fehlt Orientierung

Berater in einem verglasten Büro
Foto: Andrea Piacquadio / Pexels

Key takeaways

➟ Die Belegschaften in Deutschland sind motivierter als die Stimmung vermuten lässt. Doch fehlende Orientierung, sinkender Weiterbildungszugang und große Unterschiede bei der KI-Nutzung bremsen die Transformation.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Beschäftigten in Deutschland zeigen sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheit vergleichsweise loyal und engagiert. Laut der PwC-Studie „Workforce Hopes and Fears 2026“ sind 65 Prozent mit ihrem Job zufrieden, 60 Prozent halten einen Arbeitgeberwechsel in den kommenden zwölf Monaten für unwahrscheinlich. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Orientierungslücken bei Transformation, Weiterbildung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz.

Transformation wird nicht ausreichend erklärt

39 Prozent der Beschäftigten fällt es schwer, mit Veränderungen in ihrer Rolle umzugehen. 32 Prozent geben an, die Gründe für diese Veränderungen nicht zu verstehen.

Besonders problematisch ist, dass auch auf Führungsebene Unsicherheit besteht. 46 Prozent der befragten Senior Executives erklären, die Hintergründe der laufenden Transformation selbst nicht gut genug zu verstehen. Aus Sicht von PwC erschwert das eine glaubwürdige und klare Kommunikation in die Belegschaft.

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Motivation bleibt trotz Unsicherheit hoch

72 Prozent der Beschäftigten sind bereit, mehr zu leisten, als von ihnen erwartet wird. Gleichzeitig blickt weniger als die Hälfte nach den jüngsten Veränderungen optimistisch auf die Zukunft des eigenen Unternehmens.

Finanzieller Druck spielt dabei eine wichtige Rolle. 60 Prozent nennen gestiegene Lebenshaltungskosten als Belastung, für 33 Prozent sind sie sogar der größte Stressfaktor im Arbeitsalltag. 42 Prozent kommen zwar finanziell zurecht, haben am Monatsende aber kaum Spielraum.

Weiterbildung verliert an Reichweite

57 Prozent trauen sich grundsätzlich zu, neue Fähigkeiten zu erwerben. Allerdings haben nur 40 Prozent Zugang zu Lern- und Entwicklungsressourcen. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 55 Prozent.

Gleichzeitig empfinden 29 Prozent eine hohe Arbeitsbelastung als Produktivitätsbremse, 21 Prozent nennen ineffiziente Prozesse und Bürokratie. Nach Wahrnehmung der Beschäftigten werden fachliche Qualität und Risikovermeidung stärker honoriert als der produktive Einsatz neuer Technologien.

KI-Nutzung ist stark ungleich verteilt

53 Prozent der Beschäftigten haben in den vergangenen zwölf Monaten KI bei der Arbeit eingesetzt. Täglich wird sie jedoch nur von 18 Prozent genutzt.

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Alter und Hierarchie. In der Generation Z liegt der KI-Einsatz bei 68 Prozent, bei Babyboomern bei 30 Prozent. Unter Senior Executives nutzen 79 Prozent KI, bei Beschäftigten ohne Führungsverantwortung sind es lediglich 33 Prozent.

Unternehmen stehen vor einer Führungs- und Qualifizierungsaufgabe

PwC sieht die zentrale Herausforderung darin, Transformation verständlicher zu machen und Weiterbildung breiter zugänglich zu machen. Gerade bei KI droht sonst eine stärkere Spaltung zwischen Hierarchieebenen und Generationen.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 1.685 Beschäftigten in Deutschland im Frühjahr 2026. Erfasst wurden unterschiedliche Branchen, Unternehmensgrößen, Beschäftigungsformen und Hierarchieebenen.

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