Die Zahl der Shopping-Center in Deutschland bleibt stabil, doch die Branche verändert sich strukturell weiter. Der aktuelle EHI Shopping-Center Report zeigt, dass vor allem Flächenwachstum und neue Nutzungskonzepte den Markt prägen.
Fläche wächst trotz konstanter Centerzahl
Mit 506 Shopping-Centern bleibt die Gesamtzahl in Deutschland unverändert. Gleichzeitig nimmt die Gesamtfläche zu und erreicht inzwischen 17,2 Millionen Quadratmeter – ein Plus von drei Prozent.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Eröffnung neuer Großprojekte wie dem Westfield Hamburg-Überseequartier. Parallel wächst auch die reine Handelsfläche leicht, wenn auch deutlich moderater.
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Mischnutzung gewinnt an Bedeutung
Immer mehr Center setzen auf Nutzungskonzepte, die über klassischen Einzelhandel hinausgehen. Neben Retail-Flächen integrieren Betreiber verstärkt Freizeitangebote, Gastronomie, Gesundheitsdienstleistungen oder Büroflächen.
Diese Entwicklung führt dazu, dass Handelsflächen teilweise reduziert werden, während gleichzeitig neue Nutzungsformen an Bedeutung gewinnen. Ziel ist es, die Attraktivität der Standorte langfristig zu sichern.
Revitalisierung statt Neubau
Anstelle zahlreicher Neubauten steht zunehmend die Modernisierung bestehender Center im Fokus. Aktuell befinden sich 38 Standorte in Umbaumaßnahmen oder planen entsprechende Projekte.
Die Anpassung an veränderte Konsumgewohnheiten und neue Anforderungen an Aufenthaltsqualität spielt dabei eine zentrale Rolle. Einzelne Center erweitern jedoch weiterhin gezielt ihre Handelsflächen.
Innenstadtlagen dominieren weiterhin
Shopping-Center in Innenstadtlagen bleiben besonders gefragt. Fast die Hälfte aller Center befindet sich im urbanen Kern, während nur ein kleiner Teil außerhalb gewachsener Strukturen liegt.
Auch bei Neueröffnungen zeigt sich dieser Trend deutlich: Der Großteil neuer Center entsteht in zentralen Lagen, während Projekte auf der grünen Wiese zunehmend an Bedeutung verlieren.




