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Kaffee vor Tee: Kaufkraft-Studie offenbart regionale Genuss-Hotspots

Mann mit Cappuccino und Schaum aufgiessen
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine neue NIQ-Studie zeigt: 2025 geben die Deutschen fast fünfmal so viel für Kaffee wie für Tee aus. Regionale Unterschiede eröffnen Chancen für den Handel, vor allem in wohlhabenden Gebieten. Kaffee bleibt das beliebteste Heißgetränk, doch auch Tee profitiert von wachsender Genuss- und Gesundheitsorientierung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Fast fünfmal so viel geben die Deutschen im Jahr 2025 für Kaffee aus wie für Tee. Das zeigt die aktuelle Studie zur Sortimentskaufkraft von NIQ. Demnach liegt die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf für Kaffee bei 50 Euro, für Tee bei nur 11 Euro – bei deutlichen Unterschieden zwischen den Regionen. Während in Starnberg, München und Wolfsburg je rund 61 Euro pro Person für Kaffee ausgegeben werden, liegt der Wert im Stadtkreis Pirmasens bei nur 39 Euro.

Genuss mit System: Kaffee- und Teekaufkraft im Detail

Deutschlandweit summieren sich die Ausgaben für Kaffee auf rund 4,2 Milliarden Euro, für Tee auf knapp 900 Millionen Euro. Zusammengenommen entspricht das einem Anteil von rund einem Prozent an der gesamten Einzelhandelskaufkraft. Die Studie basiert auf der Sortimentskaufkraft – einer Kennzahl, die das durchschnittliche Ausgabepotenzial am Wohnort misst und sich auf alle Einwohner bezieht. Sie ermöglicht einen direkten Vergleich von Regionen und Warengruppen, unabhängig von individuellen Konsumgewohnheiten.

Ein zentrales Ergebnis: Regionen mit hoher allgemeiner Kaufkraft investieren besonders viel in Genussmittel. Der Landkreis Starnberg, der Stadtkreis München und Wolfsburg führen die Rangliste bei Kaffee an. Auch ostdeutsche Regionen zeigen überdurchschnittliche Werte – besonders bei älteren Haushalten ab 55 Jahren ist der Kaffeekonsum auffällig hoch.

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Tee als Genuss- und Gesundheitsindikator

Beim Teekonsum ergibt sich ein ähnliches Bild: Auf den vorderen Rängen finden sich urbane und wohlhabende Regionen wie München, Bonn oder Jena. In diesen Städten liegt die Pro-Kopf-Kaufkraft für Tee bei etwa 13 Euro – rund 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auffällig ist dabei, dass hohe Kaffee-Ausgaben meist mit einer überdurchschnittlichen Tee-Kaufkraft einhergehen. Laut NIQ-Experte Filip Vojtech deutet dies auf eine steigende Genussorientierung hin. Zudem spiele das wachsende Gesundheitsbewusstsein eine Rolle beim Teekonsum.

Interessant ist auch der Blick auf vermeintliche Teemetropolen: Obwohl Hamburg für seine Speicherstadt und Teekontore bekannt ist, liegt die Hansestadt auf Kreisebene nur auf Rang 34 – mit knapp 12 Euro pro Kopf. Auf Länderebene jedoch führt Hamburg die Liste klar an, gefolgt von Sachsen. Der Stadtkreis Essen stellt mit 11 Euro den bundesweiten Durchschnittswert beim Teekonsum dar.

Regionale Chancen für den Handel

Die Daten liefern wertvolle Hinweise für den Einzelhandel: Wer die regionalen Unterschiede kennt, kann das Sortiment gezielter ausrichten. Insbesondere in Regionen mit hoher Genussaffinität lohnt sich die Investition in ein differenziertes Angebot und angepasste Marketingmaßnahmen. Kaffee bleibt dabei unangefochten das Lieblingsheißgetränk der Deutschen – aber auch Tee entwickelt sich weiter zum Symbol eines bewussten Lebensstils.

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