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Schwaches Quartal: Villeroy & Boch senkt Prognose für 2026 deutlich

Gedeckter Tisch mit Villeroy und Boch Produkten
Foto: Villeroy & Boch

Key takeaways

➟ Villeroy & Boch korrigiert seine Jahresziele nach einem schwachen dritten Quartal deutlich nach unten. Der Konzern erwartet weniger Umsatz, ein deutlich niedrigeres operatives EBIT und passt zugleich seine Dividendenpolitik an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Villeroy & Boch hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Nach Angaben des Unternehmens belasteten anhaltende geopolitische Spannungen und die schwache Konjunktur das Geschäft im dritten Quartal stärker als erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzrückgang im höheren einstelligen Prozentbereich und einem operativen EBIT zwischen 50 und 56 Millionen Euro.

Zuvor war Villeroy & Boch von einem Umsatzminus im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich sowie einem operativen EBIT von rund 75 Millionen Euro ausgegangen. Noch zu Jahresbeginn hatte der Konzern sogar eine EBIT-Spanne von 75 bis 85 Millionen Euro genannt.

Ergebnisziel wird deutlich zurückgenommen

Mit der neuen Prognose fällt die erwartete Ergebnisentwicklung spürbar schwächer aus. Gleichzeitig reduziert Villeroy & Boch die erwartete rollierende operative Nettovermögensrendite von bislang 8,5 bis 10 Prozent auf 5,5 bis 6,5 Prozent.

Die operativen Investitionen sollen 2026 bei rund 40 Millionen Euro liegen. In der ursprünglichen Jahresplanung hatte das Unternehmen Investitionen von bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen.

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Schwaches Halbjahr hatte Belastungen bereits gezeigt

Bereits im ersten Halbjahr war der Konzernumsatz um 12,4 Prozent auf 635,8 Millionen Euro zurückgegangen. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte fiel das Minus mit 7,4 Prozent geringer aus.

Das operative EBIT sank auf 34,5 Millionen Euro nach 47,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzern hatte die damalige Entwicklung trotz der schwachen Baukonjunktur und geopolitischer Unsicherheiten noch als insgesamt zufriedenstellend bewertet und an seiner Jahresprognose festgehalten.

Dividendenpolitik wird vorsichtiger

Als Reaktion auf den schwächeren Ausblick präzisiert der Vorstand auch seine Dividendenpolitik. Künftig soll nicht mehr als der Konzernjahresüberschuss ausgeschüttet werden.

Unabhängig davon will das Unternehmen weiterhin mindestens die vorgesehene Mindestdividende vorschlagen. Damit reagiert Villeroy & Boch auch auf die niedrigeren Ergebnis- und Renditeerwartungen.

Drittes Quartal wird am 27. Oktober veröffentlicht

Weitere Details zur Entwicklung der beiden Unternehmensbereiche will Villeroy & Boch mit dem Zwischenbericht zum dritten Quartal vorlegen. Die Veröffentlichung ist für den 27. Oktober 2026 vorgesehen.

Der neue Ausblick zeigt, dass sich das Marktumfeld im Sommer gegenüber den bisherigen Annahmen nochmals verschlechtert hat. Besonders die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, schwacher Nachfrage und anhaltender Belastung der Baukonjunktur setzt den Konzern unter Druck.

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