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Anime und Manga erreichen Milliardenvolumen – Marken bleiben bislang kaum präsent

Anime Pins an einer Wand
Foto: Gracia Dharma / Unsplash

Key takeaways

➟ Rund 1,5 Milliarden Euro geben 16- bis 45-Jährige jährlich für Anime und Manga aus. Für Marken entsteht damit ein wachsender Markt – vorausgesetzt, der Auftritt wirkt glaubwürdig.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Anime und Manga haben sich in Deutschland zu einem relevanten Konsummarkt entwickelt. Nach einer gemeinsamen Studie von THE AMBITION, IKAI ZERO und Appinio liegt das geschätzte jährliche Konsumvolumen der 16- bis 45-Jährigen bei rund 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig bleibt die Präsenz klassischer Marken in diesem Umfeld bislang gering.

Fast jede zweite jüngere Person nutzt Anime oder Manga

Fast jede zweite Person aus Gen Z und Millennials hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate Anime oder Manga konsumiert. Rund ein Viertel der Befragten nutzt entsprechende Inhalte mindestens einmal pro Woche.

Für die Studie wurden im September 2026 insgesamt 1.200 Menschen zwischen 16 und 55 Jahren in Deutschland befragt. 97 Prozent der Gen Z und Millennials erkennen mindestens einen der 20 abgefragten Anime- oder Manga-Titel.

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81 Prozent der Fans geben Geld aus

Der Markt beschränkt sich nicht auf Streaming. 81 Prozent der aktiven Fans investieren Geld in Anime und Manga, etwa für digitale Inhalte, Bücher, Games, Merchandise oder Veranstaltungen.

Aus diesen Ausgaben leiten die Studienautoren ein modelliertes jährliches Konsumvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro für die Altersgruppe zwischen 16 und 45 Jahren ab. Damit besitzt das Segment auch aus Handelssicht eine erhebliche wirtschaftliche Relevanz.

Marken sind bislang kaum verankert

Trotz der Reichweite und Kaufkraft ist die Markenpräsenz laut Studie gering. Bei der offenen Frage nach Unternehmen, die mit Anime und Manga verbunden werden, lautet die häufigste Antwort „keine“.

Selbst die am häufigsten genannte Marke Crunchyroll kommt lediglich auf rund fünf Prozent. Zudem gehört der Streamingdienst selbst zum Anime-Ökosystem, während externe Marken bislang kaum eine erkennbare Position aufgebaut haben.

Hohe Offenheit für glaubwürdiges Engagement

Mehr als 95 Prozent der aktiven Fans zeigen sich grundsätzlich offen für Markenaktivitäten. 91 Prozent geben an, eine Marke sympathischer zu finden, wenn diese sich glaubwürdig und mit erkennbarem Mehrwert in der Anime- und Manga-Kultur engagiert.

90 Prozent würden eine solche Marke eher beim Kauf berücksichtigen, 87 Prozent eher weiterempfehlen. Den stärksten wahrgenommenen Branchenfit sehen die Befragten bei Technologie und Gaming mit 63 Prozent, gefolgt von Musik mit 55 Prozent sowie Fashion und Food mit jeweils 50 Prozent.

Studie unterscheidet elf Communities

Die Autoren warnen zugleich vor einer zu allgemeinen Ansprache. Statt einer einheitlichen Zielgruppe identifiziert die Untersuchung elf sich überschneidende Communities mit unterschiedlichen Interessen, Verhaltensweisen und kulturellen Codes.

Zu den zentralen Gruppen gehören etwa „Season Surfers“, „Lore Keepers“, „Reality Shapers“ und „Soft Hearts“. Für Marken bedeutet das, dass Sponsoring, Kooperationen oder Limited Editions stärker an einzelne Communities angepasst werden müssen, wenn sie langfristig glaubwürdig wirken sollen.

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