Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme von acht Standorten der insolventen Hellweg-Gruppe durch Bauhaus freigegeben. Betroffen sind Märkte der Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG sowie der BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Die Behörde sieht in den jeweiligen regionalen Märkten ausreichend Wettbewerb.
Acht Standorte wechseln zu Bauhaus
Die Freigabe umfasst die Übernahme der Mietverträge für acht Märkte. Sie befinden sich in Backnang, Beckum, Berlin-Köpenick, Dahlwitz-Hoppegarten, Dortmund-Hacheney, Essen-Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam.
Bauhaus kann diese Standorte damit im Zuge der laufenden Restrukturierung von Hellweg übernehmen. Das Kartellamt schloss seine Prüfung bereits im Vorprüfverfahren ab.
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Kartellamt sieht ausreichende Alternativen
Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde bestehen für Verbraucher in allen acht regionalen Einzugsgebieten genügend Ausweichmöglichkeiten. Dazu zählen sowohl konkurrierende Baumärkte als auch spezialisierte Fachmärkte.
Kartellamtspräsident Andreas Mundt bezeichnete das Vorhaben deshalb als wettbewerblich unbedenklich. Die Übernahme führe in den betroffenen Regionen nicht zu einer problematischen Einschränkung des Wettbewerbs.
Einzugsgebiete wurden individuell untersucht
Für die Bewertung betrachtete das Bundeskartellamt nicht lediglich starre Entfernungsradien rund um die Filialen. Stattdessen wurden die tatsächlichen Einkaufswege und das Nachfrageverhalten der Kunden untersucht.
Als Grundlage dienten unter anderem Kundenkartendaten und Befragungen. Dabei zeigte sich, dass die Größe eines Einzugsgebiets stark von Faktoren wie Filialgröße, Bevölkerungsdichte und Verkehrsanbindung abhängt.
Hellweg befindet sich im Insolvenzverfahren
Hellweg betrieb zuletzt 113 Bau- und Gartenmärkte unter den Marken Hellweg und BayWa Bau & Garten. Die Standorte konzentrieren sich vor allem auf das Rhein-Ruhr-Gebiet, den Berliner Raum und Süddeutschland.
Im Juni 2026 wurde über das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die jetzt genehmigte Übernahme der acht Mietverträge ist damit Teil der Neuordnung des Filialnetzes.
Bauhaus erweitert bestehendes Standortnetz
Bauhaus gehört zu den größten Baumarktketten in Deutschland und betreibt nach Angaben des Bundeskartellamtes rund 290 Standorte im In- und Ausland.
Mit den acht zusätzlichen Standorten kann der Händler sein Netz in mehreren Regionen ausbauen. Für die wettbewerbliche Bewertung war dabei entscheidend, dass Kunden trotz der Übernahme weiterhin zwischen mehreren relevanten Anbietern wählen können.



