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Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von sieben Hellweg-Standorten durch Bauhaus

Schild von Hellweg Baumarkt
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

➟ Das Bundeskartellamt gibt die Übernahme von acht Hellweg- und BayWa-Baumarktstandorten durch Bauhaus frei. In den betroffenen Regionen sieht die Behörde weiterhin ausreichenden Wettbewerb.

Lesezeit ca. 2 Minuten

/Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, BAUHAUS übernehme acht Hellweg-Standorte. Tatsächlich umfasst die Transaktion sieben Standorte.

Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme von mehreren Standorten der insolventen Hellweg-Gruppe durch Bauhaus freigegeben. Die Prüfung umfasste acht potenzielle Standorte, tatsächlich übernimmt Bauhaus jedoch sieben Märkte. Betroffen sind Märkte der Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG sowie der BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Die Behörde sieht in den jeweiligen regionalen Märkten ausreichend Wettbewerb.

Sieben Standorte wechseln zu Bauhaus

Die Übernahme umfasst die Mietverträge für sieben Märkte. Dabei handelt es sich um die Hellweg-Standorte Beckum, Dahlwitz-Hoppegarten, Dortmund-Hacheney, Essen-Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam sowie den BayWa Bau & Garten-Standort Backnang.

Bauhaus kann die sieben Standorte damit im Zuge der laufenden Restrukturierung von Hellweg übernehmen. Der ebenfalls vom Bundeskartellamt geprüfte Standort Berlin-Köpenick gehört dagegen nicht zur Bauhaus-Transaktion. HORNBACH hatte Mitte September angekündigt, diesen Standort übernehmen zu wollen.

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Kartellamt sieht ausreichende Alternativen

Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde bestehen für Verbraucher in allen acht regionalen Einzugsgebieten genügend Ausweichmöglichkeiten. Dazu zählen sowohl konkurrierende Baumärkte als auch spezialisierte Fachmärkte.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt bezeichnete das Vorhaben deshalb als wettbewerblich unbedenklich. Die Übernahme führe in den betroffenen Regionen nicht zu einer problematischen Einschränkung des Wettbewerbs.

Einzugsgebiete wurden individuell untersucht

Für die Bewertung betrachtete das Bundeskartellamt nicht lediglich starre Entfernungsradien rund um die Filialen. Stattdessen wurden die tatsächlichen Einkaufswege und das Nachfrageverhalten der Kunden untersucht.

Als Grundlage dienten unter anderem Kundenkartendaten und Befragungen. Dabei zeigte sich, dass die Größe eines Einzugsgebiets stark von Faktoren wie Filialgröße, Bevölkerungsdichte und Verkehrsanbindung abhängt.

Hellweg befindet sich im Insolvenzverfahren

Hellweg betrieb zuletzt 113 Bau- und Gartenmärkte unter den Marken Hellweg und BayWa Bau & Garten. Die Standorte konzentrieren sich vor allem auf das Rhein-Ruhr-Gebiet, den Berliner Raum und Süddeutschland.

Im Juni 2026 wurde über das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die jetzt genehmigte Übernahme der acht Mietverträge ist damit Teil der Neuordnung des Filialnetzes.

Bauhaus erweitert bestehendes Standortnetz

Bauhaus gehört zu den größten Baumarktketten in Deutschland und betreibt nach Angaben des Bundeskartellamtes rund 290 Standorte im In- und Ausland.

Mit den sieben zusätzlichen Standorten kann der Händler sein Netz in mehreren Regionen ausbauen. Für die wettbewerbliche Bewertung war dabei entscheidend, dass Kunden trotz der Übernahme weiterhin zwischen mehreren relevanten Anbietern wählen können.

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