ANZEIGE

ANZEIGE

Bio im Trend: Umsätze steigen deutlich stärker als Lebensmittelpreise

Korb mit frischem Gemuese
Symbolbild - Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Der Bio-Markt wächst weiter kräftig: Umsätze steigen stärker als Preise und Gesamtmarkt. Besonders Drogerien und Onlinehandel treiben die Entwicklung, während einzelne Produktgruppen unterschiedlich performen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Markt für Bio-Lebensmittel in Deutschland wächst trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter deutlich. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Umsätze laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) um 6 Prozent auf 4,91 Milliarden Euro. Damit entwickelt sich das Segment klar stärker als der gesamte Lebensmittelmarkt und übertrifft auch die allgemeine Preissteigerung bei Nahrungsmitteln.

Bio wächst schneller als der Gesamtmarkt

Während Lebensmittel insgesamt nur moderat zulegten, zeigt sich Bio als dynamischer Wachstumstreiber. Das Umsatzplus liegt deutlich über der Inflationsrate für Lebensmittel, die zuletzt bei 1,8 Prozent lag. Auch im Vergleich zum Gesamtmarkt, der um 2,5 Prozent wuchs, hebt sich die Entwicklung im Bio-Segment klar ab.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Drogerien und Onlinehandel legen besonders stark zu

Überdurchschnittlich stark wächst der Vertrieb über Drogeriemärkte, die ihre Bio-Umsätze um mehr als 14 Prozent steigern konnten. Ihr Marktanteil liegt inzwischen bei 12,8 Prozent. Auch der Onlinehandel verzeichnet zweistellige Zuwächse und gewinnt weiter an Bedeutung.

Den größten Anteil am Bio-Markt halten weiterhin Discounter mit rund 30 Prozent, dicht gefolgt von Vollsortimentern mit 29 Prozent. Der Fachhandel kommt auf 17 Prozent, während der E-Commerce etwa 5 Prozent ausmacht. Kleinere Vertriebskanäle wie Hofläden oder Wochenmärkte teilen sich die restlichen Anteile.

Unterschiedliche Entwicklungen im Sortiment

Innerhalb des Bio-Segments zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders stark wachsen Trockenprodukte wie Fleischersatz, Mehl, Süßwaren oder Tiefkühlkost. Auch Fertigprodukte und Heißgetränke legen deutlich zu. Im Frischebereich zählen Eier und Fleisch zu den wichtigsten Umsatztreibern, häufig auch aufgrund gestiegener Preise.

Rückgänge gibt es hingegen bei einzelnen Kategorien wie Butter, Brot oder Kartoffeln. Auch alkoholische Produkte wie Bier und Spirituosen entwickeln sich schwächer.

Bio als stabiler Faktor in Krisenzeiten

Die Branche zeigt sich insgesamt robust gegenüber äußeren Einflüssen. Vertreter der Bio-Wirtschaft betonen, dass ökologische Produktion weniger abhängig von teuren Betriebsmitteln wie synthetischen Düngern ist. Dadurch könne sie stabiler auf globale Preisschwankungen reagieren.

Langfristig sehen Branchenvertreter weiteres Wachstumspotenzial. Der Bio-Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche liegt aktuell bei rund 11,7 Prozent. Politisch wird ein Ausbau auf 30 Prozent bis 2030 angestrebt, was zusätzliche Impulse für den Markt bringen könnte.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored