Die wachsende Menge KI-generierter Inhalte verändert das Vertrauen von Verbrauchern in digitale Empfehlungen. Laut einer Gartner-Befragung unter 1.006 US-Konsumenten verlassen sich 35 Prozent aufgrund der zunehmenden Verbreitung von KI-Inhalten inzwischen seltener auf Influencer, wenn sie Informationen oder Empfehlungen für Kaufentscheidungen suchen.
KI-Inhalte erhöhen die Skepsis gegenüber Marken
Besonders deutlich zeigt sich der Vertrauensverlust bei Markenkommunikation. 65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen inzwischen zu viele KI-generierte Inhalte in ihrem Marketing einsetzen. 57 Prozent geben zugleich an, dass diese Entwicklung ihr Vertrauen in Markenbotschaften insgesamt verringert hat.
Gartner beschreibt die zunehmende Flut niedrigwertiger oder mit geringem Aufwand produzierter KI-Inhalte als „AI slop“. Solche Inhalte finden sich demnach nicht nur in der Markenkommunikation, sondern ebenso bei Creatorn und in sozialen Netzwerken.
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Influencer verlieren einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit
Auch Influencer bleiben von dieser Entwicklung nicht unberührt. Während sie lange als besonders authentische und persönliche Informationsquelle galten, verändert der breite Einsatz generativer KI die Wahrnehmung ihrer Inhalte.
35 Prozent der Befragten verlassen sich nach eigenen Angaben inzwischen weniger häufig auf Influencer, weil KI-generierte Inhalte im digitalen Umfeld immer verbreiteter werden. Der Vertrauensverlust richtet sich damit nicht allein gegen künstlich erzeugte Inhalte, sondern beeinflusst auch die Glaubwürdigkeit etablierter menschlicher Absender.
Reale Personen gewinnen bei Kaufentscheidungen an Bedeutung
Gleichzeitig zeigt die Gartner-Studie eine Gegenbewegung. 43 Prozent der befragten Verbraucher geben an, aufgrund der zunehmenden Verbreitung von KI-generierten Inhalten stärker auf reale Personen zurückzugreifen, wenn sie Informationen und Empfehlungen für Einkäufe suchen.
Verbraucher lehnen künstliche Intelligenz dabei nicht grundsätzlich ab. Sie unterscheiden jedoch stärker zwischen verschiedenen Quellen und achten zunehmend darauf, von wem Inhalte stammen und wie glaubwürdig deren Aussagen wirken.
Transparenz und Expertise werden wichtiger
Für Marken und Marketingverantwortliche verschiebt sich damit die Bedeutung von Vertrauen. Je stärker digitale Kanäle mit automatisiert produzierten Inhalten gefüllt werden, desto wichtiger werden nachvollziehbare Absender, transparente Kommunikation und erkennbare fachliche Kompetenz.
Aus Sicht von Gartner reicht es künftig weniger aus, lediglich große Mengen an Content zu produzieren. Marken müssen glaubwürdig vermitteln, wie Inhalte entstehen, welche Expertise dahintersteht und warum Verbraucher den angebotenen Informationen vertrauen können.






