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Global Amazon Shopper Report: KI verändert die Customer Journey

Amazon Prime Paket vor einer Haustuere
Foto: Erik Mclean / Pexels

Key takeaways

➟ Künstliche Intelligenz wird fester Bestandteil der Produktsuche bei Amazon. Eine Studie zeigt zugleich steigende Budgets, eine wachsende Nutzung von Rufus und deutliche Reichweitengewinne alternativer Marktplätze.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Online-Shopping gewinnt weiter an Bedeutung und künstliche Intelligenz wird dabei zunehmend Teil der Produktsuche. Laut Global Amazon Shopper Report 2026 von Remazing und Appinio kaufen inzwischen 84 Prozent der Befragten mindestens einmal im Monat online ein. 29 Prozent bestellen sogar wöchentlich. Gleichzeitig nutzen 63 Prozent außerhalb von Amazon KI-Tools bei Recherche, Produktvergleich oder direkter Produktsuche.

Amazon bleibt zentrale Einkaufsplattform

Amazon bleibt für viele Konsumenten die wichtigste Anlaufstelle im E-Commerce. 75 Prozent der Befragten bestellen dort mindestens einmal im Monat, 19 Prozent sogar wöchentlich. Im Vergleich zum Vorjahr haben sowohl die Nutzungsfrequenz als auch die Ausgaben zugenommen.

Der Anteil der Shopper mit monatlichen Amazon-Ausgaben unter 50 Euro sank auf 28 Prozent. Gleichzeitig geben 22 Prozent zwischen 100 und 200 Euro aus, 13 Prozent liegen über 200 Euro. Besonders hohe Budgets zeigen US-amerikanische und deutsche Nutzer. Der wichtigste Grund für einen Amazon-Besuch bleibt mit 52 Prozent der Preisvergleich, gefolgt von Produktrecherche und Kundenbewertungen mit jeweils 43 Prozent.

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KI wird fester Bestandteil der Produktsuche

Künstliche Intelligenz ist inzwischen tief in die Customer Journey eingebunden. 63 Prozent der Befragten verwenden außerhalb von Amazon KI-Tools im Zusammenhang mit Online-Käufen. 43 Prozent setzen sie für Recherche und Produktvergleiche ein, weitere 20 Prozent nutzen sie, um konkrete Produktlinks zu finden und direkt einzukaufen.

Damit verschiebt sich ein Teil der Produktsuche aus klassischen Suchmaschinen und Marktplätzen heraus. Für Marken steigt der Druck, Produktinformationen so aufzubereiten, dass sie auch in KI-gestützten Vergleichs- und Empfehlungssystemen überzeugen.

Rufus gewinnt auf Amazon deutlich an Bekanntheit

Auch Amazons eigener KI-Assistent Rufus gewinnt stark an Reichweite. Seine Bekanntheit stieg laut Studie innerhalb eines Jahres von 28 auf 47 Prozent. Unter den Nutzern setzen 51 Prozent Rufus für Produktvergleiche ein, 31 Prozent verwenden das Tool zur finalen Kaufbestätigung.

Damit entwickelt sich Rufus zunehmend von einem Entdeckungswerkzeug zu einer konkreten Entscheidungshilfe. Für Marken bedeutet das, dass Inhalte nicht mehr nur auffindbar sein müssen, sondern auch im direkten Vergleich mit konkurrierenden Produkten bestehen sollen.

Sponsored Products werden oft nicht als Werbung erkannt

Die Produktsuche auf Amazon beginnt weiterhin häufig mit generischen Begriffen. Gleichzeitig gewinnen Markensuchen und die Navigation über Kategorien an Bedeutung. Bei der Wahrnehmung bezahlter Platzierungen zeigt sich jedoch eine deutliche Lücke.

Nur 23 Prozent der Befragten erkennen laut Studie korrekt, dass die obersten Suchergebnisse bezahlte Werbung sind. Gleichzeitig empfinden 41 Prozent Sponsored Products als hilfreich. Damit bleibt Werbung auf Amazon eng mit der organischen Produktsuche verzahnt.

Temu, Shein und TikTok Shop gewinnen Reichweite

Parallel zu Amazon wachsen alternative Marktplätze. 59 Prozent der Befragten haben bereits mindestens einmal bei Temu gekauft, bei Shein sind es 55 Prozent. Den stärksten relativen Zuwachs verzeichnet TikTok Shop.

Der Anteil der Käufer auf TikTok Shop stieg innerhalb eines Jahres von 12 auf 31 Prozent. Die Ergebnisse zeigen damit eine zunehmend fragmentierte Einkaufslandschaft, in der klassische Marktplätze, Social Commerce und KI-gestützte Produktsuche stärker miteinander konkurrieren.

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