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Golden Goose wächst zweistellig und baut Direct-to-Consumer-Geschäft aus

EIn Paar Golden Goose Sneakers über einem Stuhl
Foto: Golden Goose

Key takeaways

Golden Goose steigert den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 15 Prozent. Das Direct-to-Consumer-Geschäft wächst deutlich, alle Regionen legen zweistellig zu und neue Investoren unterstützen die weitere Expansion.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Golden Goose ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gewachsen. Der Umsatz des italienischen Luxusmodeunternehmens stieg währungsbereinigt um 15 Prozent auf 380,4 Millionen Euro. Im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum auf 19 Prozent.

Wichtigster Wachstumstreiber war das Direct-to-Consumer-Geschäft. Die DTC-Umsätze legten um 22 Prozent auf 309,6 Millionen Euro zu und standen damit für 81 Prozent des Gesamtumsatzes. Im Vorjahreszeitraum hatte der Anteil noch bei 77 Prozent gelegen.

DTC-Geschäft gewinnt weiter an Gewicht

Das stationäre Geschäft blieb der wichtigste Wachstumstreiber innerhalb des DTC-Modells. Golden Goose berichtet von einem zweistelligen flächenbereinigten Wachstum sowie zusätzlichen Effekten aus neuen Verkaufsflächen.

Auch das digitale Geschäft entwickelte sich positiv und wuchs im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

Der Großhandelsumsatz ging im ersten Halbjahr dagegen um sechs Prozent zurück. Im zweiten Quartal kehrte das Wholesale-Geschäft mit einem Plus von fünf Prozent allerdings wieder auf Wachstumskurs zurück. Golden Goose setzt hier weiterhin auf eine selektive Vertriebsstrategie.

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Alle Regionen wachsen zweistellig

Regional verzeichnete Golden Goose in allen wichtigen Märkten zweistellige Zuwächse. In Amerika stieg der Umsatz um 18 Prozent, getragen von einem DTC-Wachstum von 22 Prozent.

In der Region EMEA legten die Erlöse um 14 Prozent zu. Nach Unternehmensangaben entwickelte sich das Direktgeschäft trotz der Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten robust.

Im asiatisch-pazifischen Raum wuchs der Umsatz um 17 Prozent, während das DTC-Geschäft dort um 19 Prozent zulegte.

EBITDA steigt, Marge bleibt über 32 Prozent

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im ersten Halbjahr um neun Prozent auf 122,9 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 32,3 Prozent.

Die Bruttomarge erreichte 75,8 Prozent. Zum 30. Juni verfügte Golden Goose über liquide Mittel von 86,8 Millionen Euro, der bereinigte operative Cashflow belief sich auf 46,3 Millionen Euro.

Die Netto-Verschuldungsquote lag zum Halbjahresende bei dem 2,7-Fachen des bereinigten EBITDA.

Filialnetz wächst auf 230 Standorte

Zum Ende des ersten Halbjahres betrieb Golden Goose weltweit 230 eigene Stores. Das Unternehmen eröffnete unter anderem neue Standorte in Athen und Rom und setzte zugleich stärker auf experimentelle Retail-Formate.

In Mailand eröffnete Golden Goose sein erstes Younique Caffè in Europa. Hinzu kamen das saisonale Konzept „Frutteria Golden“ sowie das globale Workshop-Programm „Arts & Crafts“, mit dem die Läden stärker als Erlebnis- und Community-Orte positioniert werden sollen.

Auch produktseitig setzte das Unternehmen neue Impulse. Der Sneaker „Marathon Speed“ wurde nach einem früheren Start in China und Südkorea nun global eingeführt.

Neue Eigentümerstruktur soll Expansion unterstützen

Im zweiten Quartal änderte sich die Eigentümerstruktur von Golden Goose. HSG wurde Mehrheitsaktionär, Temasek stieg als Minderheitsinvestor ein und Permira blieb strategischer Anteilseigner.

Die neuen Investoren sollen die internationale Expansion und Innovationsstrategie unterstützen, während die Marke ihre italienische Herkunft und Positionierung beibehalten will.

Parallel setzt Golden Goose seinen Nachhaltigkeitskurs fort. Mit der „Forward Agenda 2026–2030“ hat das Unternehmen einen neuen Plan aufgelegt, der auf Innovation, Handwerk, Verantwortung und gemeinschaftliches Engagement ausgerichtet ist.

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