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KI verändert Marketing: Unternehmen investieren in Sichtbarkeit und Vertrauen

AI auf einer versteckten Tastatur
Foto: Unsplash

Key takeaways

➟ Eine LinkedIn-Umfrage unter Marketingverantwortlichen zeigt: Menschlicher Expertise wird stärker vertraut als KI-Inhalten. Gleichzeitig investieren Unternehmen zunehmend in KI-Sichtbarkeit, professionelle Netzwerke und Expertenkommunikation.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie Verbraucher Unternehmen, Marken und Informationen entdecken. Gleichzeitig bleibt menschliche Expertise ein entscheidender Vertrauensfaktor. Das zeigt eine aktuelle LinkedIn-Umfrage unter 585 Marketingverantwortlichen in Deutschland.

Demnach gehen 72 Prozent der Befragten davon aus, dass potenzielle Käufer Einschätzungen von Menschen stärker vertrauen als KI-generierten Inhalten. Für 70 Prozent hat die Glaubwürdigkeit einer Marke inzwischen einen höheren Stellenwert als ihre reine Sichtbarkeit.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen ihre Marketingstrategien zunehmend auf eine Kombination aus digitaler Auffindbarkeit und fachlicher Kompetenz ausrichten.

Unternehmen investieren stärker in KI-Suchmaschinen

Mit der wachsenden Nutzung KI-gestützter Such- und Antwortsysteme gewinnt die Optimierung digitaler Inhalte an Bedeutung. 47 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen planen höhere Investitionen in Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO).

Diese Verfahren sollen dafür sorgen, dass Unternehmensinformationen in KI-generierten Antworten berücksichtigt und von potenziellen Kunden leichter gefunden werden. Die klassische Suchmaschinenoptimierung wird damit um neue Ansätze ergänzt, die stärker auf die Informationsverarbeitung durch KI-Systeme ausgerichtet sind.

Die Umfrage zeigt allerdings auch, dass technische Sichtbarkeit allein aus Sicht vieler Marketingverantwortlicher nicht ausreicht, um Kaufentscheidungen positiv zu beeinflussen.

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Experteninhalte überzeugen stärker als klassische Werbung

55 Prozent der Befragten halten Beiträge von Fachleuten für wirkungsvoller als herkömmliche Marketingkampagnen. Unternehmen stehen damit vor der Aufgabe, nicht nur ihre Produkte und Dienstleistungen sichtbar zu machen, sondern auch die Kompetenz ihrer Mitarbeitenden und Branchenexperten stärker zu vermitteln.

LinkedIn-Deutschlandchefin Barbara Wittmann betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung nachvollziehbarer Informationen und fachlicher Einordnung. KI-Systeme könnten zwar die Auffindbarkeit verbessern, Vertrauen entstehe jedoch vor allem durch Menschen, die Informationen erklären, bewerten und zur Diskussion stellen.

Berufliche Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Professionelle Online-Netzwerke spielen nach Einschätzung der befragten Marketingverantwortlichen eine zunehmend wichtige Rolle für die Markenkommunikation. 98 Prozent halten eine aktive Präsenz in solchen Netzwerken angesichts der wachsenden Bedeutung KI-gestützter Suchsysteme für wichtig.

71 Prozent sehen die Beteiligung an vertrauenswürdigen beruflichen Plattformen als wesentlichen Faktor für die Glaubwürdigkeit einer Marke. Weitere 73 Prozent sind überzeugt, dass aktive Fachgemeinschaften Unternehmen dabei unterstützen, von potenziellen Kunden entdeckt und beurteilt zu werden.

Damit verschiebt sich der Fokus zunehmend von der reinen Reichweitensteigerung hin zu fachlichem Austausch und langfristigen Beziehungen.

Mitarbeiter und Kunden werden wichtiger für die Markenkommunikation

Die veränderten Anforderungen spiegeln sich auch in den geplanten Marketinginvestitionen wider. 45 Prozent der Befragten wollen verstärkt Inhalte von Mitarbeitenden, Content-Creatorn und Branchenexperten einsetzen.

39 Prozent planen, ihre Beteiligung an Fachdiskussionen und professionellen Online-Communities auszubauen. Weitere 38 Prozent möchten Empfehlungen und Erfahrungsberichte von Kunden stärker in ihre Kommunikation einbeziehen.

Solche Inhalte sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Kompetenz glaubwürdig darzustellen und die Wahrnehmung ihrer Marken zu verbessern.

KI-Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit müssen zusammenwirken

Die Untersuchung macht deutlich, dass sich Unternehmen bei ihrer digitalen Kommunikation auf veränderte Informationswege einstellen. Während KI-gestützte Suchsysteme neue Möglichkeiten zur Kundengewinnung eröffnen, bleibt die nachvollziehbare Vermittlung von Fachwissen aus Sicht der Befragten wesentlich.

Für Marketingabteilungen entsteht daraus die Herausforderung, technische Optimierung, Expertenkommunikation und aktive Netzwerkarbeit miteinander zu verbinden.

Die von Censuswide im Auftrag von LinkedIn durchgeführte Befragung zeigt damit vor allem eines: Digitale Auffindbarkeit gewinnt an Bedeutung, doch für die Bewertung von Unternehmen bleibt menschliche Glaubwürdigkeit ein zentraler Faktor.

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